Irgendwas für nichts

Im Herbst erscheint es, das neue Onkelz-Album: "MEMENTO". Das erste, seit der "Adios" aus dem Jahre 2004. Hier könnt ihr drauflos spekulieren, das Album auseinandernehmen und wieder zusammensetzen, Lob, Kritik und Tadel loswerden. Wir freuen uns auf eure Meinungen. Endlich geht`s wieder los. Was lange unmöglich schien, wird in nicht mehr allzu langer Zeit Realität: Neue Noten der Onkelz. Tanzen wir!
24. Okt 2016, 20:12


  • Lily hat geschrieben:Ich wollte eig. aufs Album warten.....dann hat mir doch jemand das Lied aufs Handy geschickt.....also muss ich es doch noch kaufen....nu hab ichs 2 mal.


    Dann Verkauf eins bei eBay oder so. Würde aber RAR oder so beischreiben
    tobi89
     
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28. Okt 2016, 07:50


  • Für mich, das beste Lied des Albums. Gefällt mir textlich und musikalisch sehr gut. Bitte auf der Tour spielen!!!!
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    10.10.98 OB
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28. Okt 2016, 20:51


  • 2888 hat geschrieben:Für mich, das beste Lied des Albums. Gefällt mir textlich und musikalisch sehr gut. Bitte auf der Tour spielen!!!!


    This!
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28. Okt 2016, 21:06

29. Okt 2016, 13:01


  • Die Single hat es auf Platz 58 geschafft. Da haben wohl einige lieber auf das ganze Album gewartet ;)
    Onkel Dolly
     
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31. Okt 2016, 19:53


  • Hallo Onkelz. Wir haben 2016. Vielleicht kann man da Gesellschaftskritik mal etwas substanzieller gestalten als mit einer Aneinanderreihung von altbekannten Floskeln, die schon in den Achzigern nicht mehr avantgarde waren.

    Neid hat Konjunktur, das letzte Hemd hat keine Taschen, Freundschaft ist nicht käuflich. Echt jetzt? Man kann ja gerne die Konsumgesellschaft und den Staatskapitalismus kritisch besingen, aber dann doch bitte nicht in einer unreflektierten Form, in der das jede Schülerpunkband vor 20 Jahren getan hat. Und davon abgesehen: wenn einem zu einem Thema schon nichts weniger plattes und altes einfällt und man trotzdem gerne kritisch und belehrend auftreten will, könnte man ja mal eines der anderen sozialpolitischen Felder thematisieren, die sich seit dem letzten Album aufgetan haben.

    In Deutschland haben beispielweise in den letzte Jahren wieder Asylantenheime gebrannt. Vom NSU und den kriminellen Verstrickungen des Verfassungsschutzes mal ganz zu schweigen. Wenn ein Land eine große kritische Rockband als künstlerisches Korrektiv oder Brennglas braucht als das sich die Onkelz immer gern verkauft haben, dann sind z.B. das Themen, die dieses Land musikalisch aufbereitet hören muss. Nicht simplifizierende Allgemeinplätze, die Dekaden alt sind.

    Sorry, aber mit solchen Texten wie diesem und auch dem von "Markt und Moral" liefert man nicht mehr als pseudokritische Parolen zum mitgröhlen. Und nein, akademische Texte für Hochschulabsolventen sind nicht die einzige Alternative dazu. Es würde schon reichen, das Stammtischniveau zu verlassen.
    Und ja, das funktioniert auch mit Rockmusik. Egal, zu spät.
    ufftatta
     
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31. Okt 2016, 21:42


  • ufftatta hat geschrieben:Hallo Onkelz. Wir haben 2016. Vielleicht kann man da Gesellschaftskritik mal etwas substanzieller gestalten als mit einer Aneinanderreihung von altbekannten Floskeln, die schon in den Achzigern nicht mehr avantgarde waren.

    Neid hat Konjunktur, das letzte Hemd hat keine Taschen, Freundschaft ist nicht käuflich. Echt jetzt? Man kann ja gerne die Konsumgesellschaft und den Staatskapitalismus kritisch besingen, aber dann doch bitte nicht in einer unreflektierten Form, in der das jede Schülerpunkband vor 20 Jahren getan hat. Und davon abgesehen: wenn einem zu einem Thema schon nichts weniger plattes und altes einfällt und man trotzdem gerne kritisch und belehrend auftreten will, könnte man ja mal eines der anderen sozialpolitischen Felder thematisieren, die sich seit dem letzten Album aufgetan haben.

    In Deutschland haben beispielweise in den letzte Jahren wieder Asylantenheime gebrannt. Vom NSU und den kriminellen Verstrickungen des Verfassungsschutzes mal ganz zu schweigen. Wenn ein Land eine große kritische Rockband als künstlerisches Korrektiv oder Brennglas braucht als das sich die Onkelz immer gern verkauft haben, dann sind z.B. das Themen, die dieses Land musikalisch aufbereitet hören muss. Nicht simplifizierende Allgemeinplätze, die Dekaden alt sind.

    Sorry, aber mit solchen Texten wie diesem und auch dem von "Markt und Moral" liefert man nicht mehr als pseudokritische Parolen zum mitgröhlen. Und nein, akademische Texte für Hochschulabsolventen sind nicht die einzige Alternative dazu. Es würde schon reichen, das Stammtischniveau zu verlassen.
    Und ja, das funktioniert auch mit Rockmusik. Egal, zu spät.


    gute kritik, wobei es selten bo-songs gab, die nur für sich genommen ohne weitere lektürenempfehlungen besonders weit gereicht hätten. der weidner ist nunmal kein philosoph, sondern einfach ein interessierter musiker. und grundsätzlich wird da schon "marktorientiert" produziert und zwar so, dass eben auch leute, die nie eine schule besucht haben und seit jahrzehnten kein buch mehr in der hand hatten, noch irgendwie eine chance haben, zumindest einen gedanklichen einstieg zu finden. finde ich auch keine so unehrenwerte sache, auch wenn das natürlich immer eine gratwanderung mit sich bringt.
    JMK
     
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1. Nov 2016, 15:46


  • JMK hat geschrieben:gute kritik, wobei es selten bo-songs gab, die nur für sich genommen ohne weitere lektürenempfehlungen besonders weit gereicht hätten. der weidner ist nunmal kein philosoph, sondern einfach ein interessierter musiker. und grundsätzlich wird da schon "marktorientiert" produziert und zwar so, dass eben auch leute, die nie eine schule besucht haben und seit jahrzehnten kein buch mehr in der hand hatten, noch irgendwie eine chance haben, zumindest einen gedanklichen einstieg zu finden. finde ich auch keine so unehrenwerte sache, auch wenn das natürlich immer eine gratwanderung mit sich bringt.


    Das Argument der marktorientierten Texte funktioniert hier kaum zur Verteidigung. Denn selbst wenn Weidner hier tatsächlich bewusst platte und populistische Floskel zusammengekettet hätte, um auch die ganz doofen unter seinen Fans anzusprechen, müsste jeder normalgebildete seiner Hörer unter Protest aufstehen und den Kopf schütteln, weil er vor den selbigen gestoßen wird. Weder ich noch jemand anderes will eine Band hören, die ihre Texte primitiv hält, weil sie die Unterbelichteten nicht verlieren will. Wieso sollte man selbst dann diese Lieder noch hören? Aus Goodwill?

    Und wenn man Weidner dazu befragen würde, käme mit Sicherheit ein Dementi zu dieser Unterstellung. Solltn solche Hintergedanken tatsächlich nicht den Tatsachen entsprechen, müsste man ebenfalls den Kopf schütteln ob einer solch einfachen Denke hinter diesen Texten.

    Im Übrigen bleiben primitive Texte primitiv, egal welche Intention dahintersteckt.
    Beide Szenarien sind jedenfalls kein Grund, die Songs zu entschuldigen.
    Und es gab natürlich schon ein anderes Niveau bei den Onkelz. Zeilen wie "Ich seh die Armut der Reichen, ihre Ketten aus Gold. Den Schatten des Himmels, eine Landschaft in Moll" sagen dasselbe, allerdings vor 20 Jahren und somit zeitgemäß und in passenden Metaphern gedichtet.
    ufftatta
     
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1. Nov 2016, 16:16

1. Nov 2016, 16:18

1. Nov 2016, 16:48


  • devil hat geschrieben:
    Gringofcb hat geschrieben:Wurde vorhin im Radio bei Bayern 3 gespielt. :)


    What???? Wasn jetz los? XD


    Hehe...da liefen die Charts und IFN kam auf Platz 23 oder so. Und die haben es tatsächlich gespielt.
    Gringofcb
     
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1. Nov 2016, 16:51


  • devil hat geschrieben:
    ufftatta hat geschrieben:müsste man ebenfalls den Kopf schütteln


    Mach ich grade.................



    Gute Gegenrede.
    ufftatta
     
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1. Nov 2016, 19:49


  • ufftatta hat geschrieben:Das Argument der marktorientierten Texte funktioniert hier kaum zur Verteidigung. Denn selbst wenn Weidner hier tatsächlich bewusst platte und populistische Floskel zusammengekettet hätte, um auch die ganz doofen unter seinen Fans anzusprechen, müsste jeder normalgebildete seiner Hörer unter Protest aufstehen und den Kopf schütteln, weil er vor den selbigen gestoßen wird. Weder ich noch jemand anderes will eine Band hören, die ihre Texte primitiv hält, weil sie die Unterbelichteten nicht verlieren will. Wieso sollte man selbst dann diese Lieder noch hören? Aus Goodwill?

    Und wenn man Weidner dazu befragen würde, käme mit Sicherheit ein Dementi zu dieser Unterstellung. Solltn solche Hintergedanken tatsächlich nicht den Tatsachen entsprechen, müsste man ebenfalls den Kopf schütteln ob einer solch einfachen Denke hinter diesen Texten.

    Im Übrigen bleiben primitive Texte primitiv, egal welche Intention dahintersteckt.
    Beide Szenarien sind jedenfalls kein Grund, die Songs zu entschuldigen.
    Und es gab natürlich schon ein anderes Niveau bei den Onkelz. Zeilen wie "Ich seh die Armut der Reichen, ihre Ketten aus Gold. Den Schatten des Himmels, eine Landschaft in Moll" sagen dasselbe, allerdings vor 20 Jahren und somit zeitgemäß und in passenden Metaphern gedichtet.


    wie gesagt, ich verstehe durchaus die kritik und ich hab irgendwo anders auch schonmal geschrieben, dass das ständige wiederholen von den typischen onkelz-brot-und-butter-themen irgendwann für mich keinen künstlerischen mehrwert mehr hat, sondern bestenfalls zur selbstkarikatur reicht. auch, wenn die wiederholungen vielleicht konzeptionell als mantras gedacht sind, so kann man immer noch von der repeat-taste gebrauch machen oder sich ähnliche stücke von anderen künstlern reinziehen. nichtsdestotrotz muss man feststellen, dass viele texte selbst durchschnittlich begabte nicht wirklich durchdringen können und wenn das verständnis und nicht nur das bloße konsumieren ein teilziel einer veröffentlichung sein sollte, dann ist es auch nachvollziehbar, wenn man bewusst den (zumindest oberflächlichen) anspruch gezielt nach unten dreht. mir zum beispiel reicht es, stichpunkte zu hören und die lücken gedanklich selbst zu füllen. wenn man so will ein interaktiver audiotrack ;)

    allerdings gibt es eben auch auf der neuen platte die starken momente und die beziehen sich meist wieder konkret auf die basis allen seins, nämlich die eigene perspektive. man kann sich beim beurteilen von weltpolitischen fragestellungen in beliebig komplexer abstraktion verlieren, aber im grunde steht und fällt es doch mit der eigenen wahrnehmung und den konkreten maßnahmen zur handlung. natürlich kann es zuweilen hilfreich sein, sich eingehender mit staatstheorie, massenpsychologischen dynamiken oder wirtschaftskreisläufen zu beschäftigen, aber wer will das auf einem onkelz-konzert hören und wem würde das wirklich weiterhelfen? und das weiterhelfen ist doch letztlich das, was zählt. wer tolle ideen hat, die er seinem publikum nicht verkaufen kann, kann sie auch gleich in die tonne schmeißen.
    JMK
     
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