Tour 2016 - Eure Berichte, Gefühle, Tourtagebücher

Die Onkelz sind in der Stadt! Ende November 2016 geht die Band auf ausgedehnte Hallen-Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Hier diskutiert ihr darüber. Außerdem könnt ihr hier über alle alten Tourneen der Onkelz plaudern.


  • FaPi, haste toll gemacht. ich bin begeistert.
    stressig war es, das stimmt. :-(
    böhse seit 00?!
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  • 22.11.16 - FFM II

    Nach einer kurzen Nacht und einer phantastischen Dusche (die Dusche nach einem BO-Konzert gehört definitiv in meine Top 3 der besten Duschen überhaupt...) teste ich das Hotelfrühstück und düse dann noch in anderer Mission durch FFM. Am Nachmittag treffe ich Henkka, dessen Frühstück nicht so doll war – es gab keinen Kakao!!! - und wir ziehen los, um noch mit Jackie & Co. abzuhängen. Gegen 15 Uhr geht’s wieder zurück, diesmal wollen wir schon vor dem Konzert etwas essen und daher stärken wir uns im Skyline Plaza, direkt gegenüber der Festhalle.

    So gerüstet gehen wir auf die Suche nach Caviezel, der auch wie abgemacht an der gleichen Stelle wie am Vortag auf uns wartet. Auch Do_05 und hutze sind wieder dabei, gemeinsam warten wir auf Micky und Alex, die aber aus verständlichen Gründen erst mit Verspätung anreisen, sowie auf Kanzler und die Cannabus-Crew (klingt wie ein Bandname, oder? ;) ).

    Wieder schaffen wir Reihe 1, wenn es auch wesentlich enger als am Vortag ist. Wieder stehen wir bei „unserer“ Security und werden gleich erkannt und begrüßt. Caviezel darf seine Schweizer Fahne wieder am Zaun aufhängen.
    Die Vagabundos spielen heute noch lockerer auf als gestern. Als Barish verkündet, dass sie heute auch „Mexico“ und „Auf gute Freunde“ spielen werden, ist die Freude groß und das Publikum geht bei den Songs richtig mit. Vermutlich können die Onkelz, sofern sie schon anwesend sind, uns bis in die Garderobe hören.

    Die Beastos liefern genauso solide ab wie gestern; mir gefällt ihre Frankenstein-Version immer besser.

    Micky und Alex sind mittlerweile in gedrückter Stimmung angekommen. Wie abgesprochen übernimmt Alex meinen Platz am Zaun. Micky geht nach hinten zu D0_05. Auch hutze, Kanzler, Jackie und der Hesse sind heute hinten. Firma und ich beschließen, den Onkelz noch zuzuwinken und nach „10 Jahre“ ebenfalls nach hinten zu gehen.
    Dann entern die vier die Bühne. Der Funke springt wieder über, und alles tanzt und singt mit. So wie Herr Weidner die erste Reihe abscannt und lächelt, könnte man glatt glauben, er erkennt einen wirklich wieder. Spaßeshalber winken wir ihm tatsächlich zu. Zurückwinken geht leider nicht, er muss ja den Bass festhalten, andernfalls hätte er sicher … ;)
    Nach den „10 Jahren“ nimmt mich Firma ans Händchen und wir bahnen uns unseren Weg durch die Massen. Wir finden Micky bei DO_05 auf der Rollitribühne; sie zeigt uns, wo die anderen stehen. Wir kurven um die Tribüne rum und finden Jackie und den Hessen am Abfeiern.

    Beim Blick in Jackies lachendes Gesicht weiß ich, jetzt geht’s erst richtig los. Am Vortag war es ein absolut gutes Konzert mit einer krassen Bühne und gut aufgelegten Onkelz; der Blick auf die Bühne war von der ersten Reihe aus genial. Aber hier hinten ist die Stimmung, sind die Emotionen so, wie es nur auf einem Onkelz-Hallenkonzert sein kann. Ich kann mich in der Musik und den Bewegungen verlieren, schreie mit Jackie, Firma, dem Hessen und Kanzler allen Alltagsmist weg. Hin und wieder gibt sich auch hutze die Ehre. Wir lachen uns an, singen und tanzen uns an, freuen uns aneinander. Ich bin endlich angekommen.

    „Jeder kriegt, was er verdient“ wird mein Lieblingslivestück vom neuen Album, aber nichts toppt „Wir haben noch lange nicht genug“. Live einfach ein Brett.
    Der „Schutzgeist“. Der Blick aller geht synchron zu Micky und wir sehen, dass hutze uns mal wieder einen Schritt voraus war. Er ist bei ihr und hat sie im Arm.

    Wir feiern richtig ab an diesem Tag. Der Schweiß läuft die Wände der Festhalle runter.
    Am Ende sind wir fertig, aber glücklich. Dieser Abend hatte alles, was ein perfektes Onkelzkonzert braucht. Vorallem ein Kreis der richtigen Leute, bei denen man sich gehen lassen kann, deren Freude die eigene Freude noch vergrößert.

    Am Ende stehen wir wieder beim Merch, wieder mit den Vagabundos. Mari erzählt, dass Barish am Vortag Pe unsere für die Onkelz bedruckten Shirts gegeben hat und verspricht, uns ein Foto davon zukommen zu lassen.

    Bild

    Wieder lassen wir uns von Station zu Station kehren, wieder finden wir nicht wirklich ein Ende bei den Gesprächen.

    Schweren Herzens ziehen wir dann total erledigt Richtung Hotel.
    Da wusste ich noch nicht, dass ich außer in FFM noch ein weiteres Konzert besuchen würde.

    to be continued
    Zuletzt geändert von Noreia78 am 9. Jan 2017, 16:29, insgesamt 1-mal geändert.
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  • Wow, tolle Berichte.
    Schleudert mich direkt wieder zurück zu den Konzerten. Danke euch! <3
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  • 22.11.2016 Frankfurt – Festhalle

    Kein Koks… aber trotzdem zuwenig Schlaf. Nach rein rechnerisch vielleicht 2 Stunden Schlaf quäl ich mich aus meinem Bett. duschen, anziehen, zum Frühstück kriechen (Kakao????) und Zeit totschlagen bis Noreia wieder da ist (sie wollte noch jemanden besuchen). Nochmal bei Jackie und Co vorbeigeschaut und bei der Gelegenheit sich nochmal bei Nine und Jo verabschiedet, die uns vor Jackies Wohnung übern Weg laufen.

    Kurz vor 16:30 Uhr laufen Noreia und ich dann wieder vor der Festhalle auf, das Warten beginnt mit Cavi, Hutze und Do_05, aber heute wenigstens ohne Regen. Kann man „Mexico“ totgröhlen? Ich glaub ja. Der Einlass kurz nach 17:30 Uhr verläuft mal wieder fix und schon wir stehen wieder ganz vorne am Wellenbrecher (Stephans Seite natürlich). Irgendwann stehen dann auch Micky und Alex bei uns während der Rest es sich weiter hinten gemütlich macht.

    Die Vagabundos sind wieder die Wucht und packen heute sogar „Mexico“ und „Auf gute Freunde“ aus. Beasto Blanco gehen ebenfalls wieder als Top durch, die Band ist gewachsen und begeistert einfach, das ist mehr als Höflichkeitsapplaus, was die Jungs (die böhse Chanteuse fehlt ja immer noch) bekommen und sie haben es verdient.

    20:45 Uhr… Das Licht erlischt, es rumpelt, die Tattoomaschine klackert und mit „Gott hat ein Problem“ steigen die Onkelz wieder in ihr Set ein. Bei „10 Jahre“ springen Alex und ich in den Pogo, werden aber dann getrennt so dass ich den Rest des Gigs allein verbringe. „Finde die Wahrheit“, „Irgendwas für nichts“, „Nie wieder“, „Gehasst verdammt vergöttert“… was für ein Menschengulasch da vorne in der ersten Welle. Wann hat ich das letzte Mal so viel Spaß bei einem Konzert? Ich weiß es nicht mehr. Bei „Auf die Freundschaft“ lass ich es ruhig angehen und postier mich schräg links hinter Cavi. Durchschnaufen, ein bisschen abdampfen. Der Schutzgeist geht heute ohne irgendwelche emotionalen Ausfälle, auch wenn wieder massig Emotionen und Gedanken durch meine Synapsen kreisen und ich fühle mich als wär ich weit entfernt. Manchmal fehlt halt doch die Schulter an die man sich einen Moment lehnen kann. Bei „Lieber stehend sterben“ stürz ich mich wieder nach hinten in den Pogo, bevor ich bei „Nur die besten Sterben jung“ nochmal sentimental werd und ich das Lied mit all jenen im Gedanken abrocke, die viel zu früh ihren Weg verlassen mussten. Der „Dunkle Ort“ hat es mir heute ganz besonders angetan und ich geh mit jeder einzelnen Note des Basses mit. „Wieder mal nen Tag verschenkt“, Gonzo und Stephan nebeneinander zu sehen, es ist einfach schön. Und dann geht es ganz fix dem Ende des regulären Sets zu, welches „Auf gute Freunde“ beschließt, die Kameras aufs Publikum fixiert. „Wir ham noch lange nicht genug“, „Kirche“ (langsamer gespielt als auf Platte und richtig schön doomig) und unvermeidlich „Mexico“, irgendwer nimmt mich bei der Stelle zum Tanzen in den Arm, ich kenn das Mädel und den Kerl net, aber hey, es ist die Stelle zum Tanzen. Bei „Erinnerungen“ wird nochmal alles gegeben bevor auch dieses Konzert vorbei ist und zu Erinnerung wird.

    Nach dem Konzert stehen wir zusammen mit den Vagabundo noch vor dem Merchstand und labern, Chuck Garric von den Beastos latscht vorbei und ist happy das ihn jemand erkennt. Ich erfahre noch das die Vagabundos in Wacken sind und ich sag Barish, das ich mir den Auftritt 100%ig nicht entgehen lasse, was ihn sichtlich freut. Aber höflich und bestimmt treibt uns auch diesmal die Security aus der Halle und dann schließlich auch vom Vorplatz.

    Nach dem obligatorischen Gruppenbild (minus Alex, Micky, DO_05 und Hutze die schon auf dem Weg heim bzw. ins Hotel sind) machen Noreia und ich uns auf ins Hotel. Mittwoch ist Reisetag für uns, Noreia heim ins Ländle und ich per Zug, S-Bahn und Bus weiter nach Dortmund.
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  • 19.12.16 – MUC I

    Vorgeplänkel:
    Auf dem Rückweg von FFM II habe ich noch einen Termin Mnnhm, der Stadt ohne Selbstlaute. Da bietet sich ein spontaner Treff mit Knuffi an, die bisher noch kein Konzert besucht hat. Wir treffen uns in einem Bistro-Restaurant und labern über dies und das, bis sie mir erzählt, dass sie für MUC I noch Karten über hat. Das führt mich nach dem gestrigen Konzert, das so viele Emotionen freigesetzt hat, doch sehr in Versuchung. Ich sage Knuffi, dass ich es im Hinterkopf behalten werde, sehe da aber eigentlich keine guten Chancen. Immerhin muss ich da erst Job und Familie unter bekommen.
    Zuhause stelle ich fest, dass ab dem 19.12. im Saarland schon Winterferien sind und ich sowieso bereits Urlaub beantragt habe. Nachdem Männe sich auch nicht groß wehrt, sage ich Knuffi umgehend zu und freue mich total.
    Bis zum Abend des 17.12., als mir meine Jüngste in der Küche vor die Füße kotzt und das auch die ganze Nacht im Bett noch tut. Sonntag gegen Mittag sage ich Knuffi Bescheid, dass ich wohl nicht nach MUC komme. Das Hotel kann ich seit Mitternacht nicht mehr kostenfrei stornieren, daher lasse ich das noch. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Im Laufe des Nachmittags wird die Kleine immer fitter und nach Rücksprache mit meiner besseren Hälfte beschließe ich, doch zu fahren.
    Knuffi freut sich mit mir, um mir quasi Sekunden später mitzuteilen, dass ich das falsche Hotel gebucht habe und ich dort alleine und ziemlich ab vom Schuss wäre. Nach sehr viel hin und her und einem halben Herzinfarkt können wir alles klären. Im richtigen Hotel ist glücklicherweise noch ein Zimmer frei.

    Montag morgen geht’s also wieder los, mit Vollgas nach MUC. Unterwegs muss es gewittern, zumindest sehe ich aus den Augenwinkeln ein paar Blitze … tja, wenn Engelz reisen :)

    Früher als erwartet treffe ich am Hotel ein und stolpere dort gleich über den Bändiger und den mir bisher im echten Leben unbekannten true. Dieser ist mit seiner besseren Hälfte da, und auch Caviezel hat sich in unser Hotel eingemietet. Das verspricht eine gelungene Runde zu werden.
    Nach Check in und aufhübschen startet die Reisegruppe Knuffi Richtung Augustiner Bräu, wo schon Caviezel, Nine, hutze, Firma sowie Jackie und ihr Hesse warten. Ich freue mich schon sehr, diese geheiligten Hallen kennenzulernen und mit den anderen dort Zeit zu verbringen.
    Ich weiß nicht, wer früher da ist, unser Teufelchen oder der erste Schnaps. Jedenfalls
    testen sich die anderen ab 4 durch das Spirituosenangebot, wir haben viel Spaß und vergessen die Zeit. Ab 5 wird dann lauthals gesungen, vor allem Sauflieder einer Düsseldorfer „Punk“-Band. Gegen halb 6 schaffen es dann trues bessere Hälfte und ich, die anderen zum Gehen zu motivieren. Erste Reihe ist damit natürlich Geschichte. Die Reisegruppe Knuffi fährt diszipliniert, leise und höflich U-Bahn … so kennt man uns :)
    Gegen 6 sind wir dann an der Halle und warten noch auf Engelchen .. . es ist kalt!!

    Bis viertel nach 7 haben wir es dann alle auf unsere Plätze geschafft, knuffi und Engelchen auf die Tribüne, Caviezel an seinen Stammplatz vorne, der Rest von uns vielleicht 10 Meter vor der Bühne Gonzoseite.

    Ich sehe die Beastos jetzt zum ersten Mal mit ihrer Frontfrau Calico Cooper und muss sagen: nicht schlecht! Nette Show, singen geht auch. Ihre Anwesenheit macht die ganze Performance irgendwie runder.

    Diesmal haben wir nicht ganz so viel Platz, sind öfter auch mal am Rand eines Pogos. Direkt am Anfang findet neben uns ungestört von der Security eine Schlägerei statt. Die Kampfhähne werden vom umstehenden Publikum getrennt, sonst wäre mit Sicherheit einer ins Krankenhaus gekommen. Das ganze veranlasst hutze, sich weiter nach hinten zurückzuziehen.
    Glücklicherweise bleibt es bei dieser einen unangenehmen Situation.
    Dann kommen die Onkelz, und die Party geht ab. Irgendwann finde ich mich umrundet von den anderen wieder, wir singen und tanzen und haben eine richtig geile Zeit. Bei „Mach's Dir selbst“ geht true richtig steil; mir fällt auf, dass wir in unserer Gruppe im Umkreis die einzigen sind, die den Text können. Traurig, München!
    Bei „Erinnerungen“ erlaube ich mir den Spaß, am Rand des Pogokreises mitzutanzen. Es ist etwas mehr Platz, da viele schon vor der Zugabe gegangen sind. Sehr traurig, München!
    Jedenfalls hab ich gelernt: überlasse das Pogen Leuten, die das können. Nach gefühlten 10 Sekunden hebt's mich von den Beinen und ich lande auf dem zum Glück gut gepolsterten Allerwertesten. Alter! Ich hätt nicht gedacht, dass ich der Schwerkraft so trotzen kann XD
    Die anderen heben mich ohne zu Zögern sofort wieder auf die Beine und weiter geht’s.

    Nach dem Konzert dauert es dann wieder lange, bis wir uns alle verabschieden. Die zähe Masse bewegt sich auch bei Kälte nur sehr langsam. Irgendwann landen wir Hotelschläfer dann an unserer Herberge, bestellen Pizza und lassen den Abend mit ein paar Bierchen ausklingen.

    Es war mir ein Fest, Leute!

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  • Ein Blick zurück mit der Sicht nach vorne!

    Vorab möchte ich gleich erwähnen, dass es mir einfach nicht möglich ist derzeit einen Bericht für jedes einzelne Konzert zu schreiben, auf dem ich sein durfte.
    Meine Tour begann zur Eröffnung in Frankfurt(Tag 1) und führte über Stuttgart(Tag 2), Leipzig(Tag 2) und München(Tag 2) wieder zurück zum Abschlußkonzert in Frankfurt und brachte die Gesundheit an ihr Limit. Es war für mich eine Tour voller unbeschreiblicher Momente, welche es allein schon wert waren/sind diesen Preis(gesundheitlich) zu zahlen.
    Ich habe die verschiedenen Konzerte auch immer an verschiedenen Plätzen genießen können. Reihe 1 auf Stephan´s Seite war mein Opener (immer noch unbegreiflich für mich)und ich danke jedem , meiner Familia, der während des Konzertes den Prellbock für mich spielte und mit mir diesen Abend feierte, so dass ich es in vollen Zügen genießen konnte und es mir sogar nach dem Konzert noch möglich war wieder ein paar Worte mit Barish von den Vagabundoz zu wechseln.
    Es war wieder einmal ein Tag den ich nie vergessen werde. DANK EUCH!!!
    Genau genommen werde ich meine gesamte Tour nie vergessen denn ich durfte jedes einzelne Konzert davon mit Menschen genießen die ich hier über das Forum kennen gelernt und liebgewonnen habe und ich konnte auch Menschen von hier endlich persönlich treffen.
    Ich möchte eigentlich keine Rangliste für meine erlebten Konzerte festlegen aber Frankfurt im Gesamtpaket(Eröffnung und Abschluß) war eine Flut an irren Momenten die seinesgleichen sucht. Die Ereignisse der Tage geleitet von einer für mich genialen Setlist die zur Krönung auch noch von Onkelz präsentiert wurde, wie ich sie besser nie erlebt habe. Egal ob „Nie wieder“ (Mit Tränen aus Trotz und Selbstschwur), „Wo auch immer wir stehen“ (immer mit meiner Frau an der Seite) oder „Auf die Freundschaft“ (wo ich auch viel an zwei bestimmte Menschen aus dem Hause „BO“ denken musste) , um nur ein paar Beispiele zu nennen , jedes Lied der Setlist (ok ausser vllt Mexico)  brachte mich auf eine Reise durch mein Leben und mein ICH.

    Leider gelingt es mir nicht die Tour besser in Worte zu verpacken. Zuviel durfte ich erleben und noch immer arbeite ich an der gesundheitlichen und geistigen Verarbeitung. Doch ich wollte unser Forum nicht verlassen ohne wenigstens ein paar Worte über die Tour zu schreiben. 
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  • Schön geschrieben, jo :)
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    Henkka
     
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  • Henkka hat geschrieben:Schön geschrieben, jo :)


    Des geb ich gern zurück für deinen Bericht! ;)
    Danke und auch Danke an Noreia und alle fleissigen Schreiberlinge für eure Eindrücke!
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  • Jo81 hat geschrieben:
    Henkka hat geschrieben:Schön geschrieben, jo :)


    Des geb ich gern zurück für deinen Bericht! ;)
    Danke und auch Danke an Noreia und alle fleissigen Schreiberlinge für eure Eindrücke!


    Dankeschön :)
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  • Jo81 hat geschrieben:
    Henkka hat geschrieben:Schön geschrieben, jo :)


    Des geb ich gern zurück für deinen Bericht! ;)
    Danke und auch Danke an Noreia und alle fleissigen Schreiberlinge für eure Eindrücke!


    Danke Jo :)
    Danke für Deinen Bericht und die lieben Worte.
    Ich bin glücklich, die beiden Konzerte mit Dir erleben zu dürfen.

    Und hört her, Ihr verdammten Frankfurter Götter:
    Ohne dieses, ohne Euer Forum, in dem alles begann, wäre das für Jo so sicher nicht möglich gewesen!
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  • Jo81 hat geschrieben:Reihe 1 auf Stephan´s Seite war mein Opener (immer noch unbegreiflich für mich)


    Und dafür zieht der Zivibulle gerne nochmal seinen Hut!
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  • Hessen28 hat geschrieben:
    Jo81 hat geschrieben:Reihe 1 auf Stephan´s Seite war mein Opener (immer noch unbegreiflich für mich)


    Und dafür zieht der Zivibulle gerne nochmal seinen Hut!


    Den solltest Du eh aus lassen.
    Man sieht ja Dein Haar nicht...
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  • Hessen28 hat geschrieben:
    Jo81 hat geschrieben:Reihe 1 auf Stephan´s Seite war mein Opener (immer noch unbegreiflich für mich)


    Und dafür zieht der Zivibulle gerne nochmal seinen Hut!


    Danke!
    Na endlich wird sich hier mal geoutet! ;)
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  • 21.11.2016 Festhalle Frankfurt

    Aufgrund der Entfernung und der ungewissen Witterung wollte ich schon am Vortag anreisen. An den Tagen vor Bremen und auch an denen vor Frankfurt hatte ich sehr viel gearbeitet und musste nun am Sonntag aufgrund von drängenden Terminen noch Steuerunterlagen durchsehen. Dadurch verzögerte sich die Abfahrt, so dass ich erst um Mitternacht bei Jackie ankam, wo ich mein Lager aufschlagen durfte. Sie war bereits schlafen gegangen, aber firma, der schon gegen halb acht am Abend eintraf, würde mich in Empfang nehmen. Zu der Zeit machte ich mich gerade abfahrbereit.

    Obwohl ich die Strecke kenne, ist es immer wieder ein besonderer Anblick, wenn ich über die A5 auf die heilige Stadt und ihre Skyline zufahre, erst recht in der Nacht. Als ich in Jackies Stadtteil ankam und die Beschilderung Sachsenhausen las, machte sich ein Lächeln auf meinem Gesicht breit.

    Am Ziel angekommen, lockte ich firma per SMS aus der Wohnung und lud mein Zeug aus. Der Vagabund war in Bremen nicht dabei, ich hatte ihn im September zuletzt gesehen, entsprechend groß war die Wiedersehensfreude. Anschließend fuhren wir um den Block um einen Stellplatz für den Kanzlerexpress zu finden. Die Baustelle direkt vor dem Haus, in dem Jackies Wohnung ist, verschärfte die Parkplatzknappheit, die sowieso herrscht, zusätzlich. Wir fanden erst nach längerer Suche einen Parkplatz, der zudem auch relativ weit weg war.

    Zurück in der Wohnung quatschten wir noch bis halb drei, doch dann siegte die Müdigkeit.

    Einen Wecker brauchten wir nicht. Etwa einen Meter vom Kopfende meines Schlafplatzes entfernt war die Baustelle, die gegen acht Uhr lautstark ihren Betrieb aufnahm. Die Hauswand zwischen mir und den Bauarbeitern konnte den Lärm nur bedingt dämpfen. Wir waren vorgewarnt, auch, dass das Trinkwasser abgestellt werden würde. Es gibt definitiv schönere Arten geweckt zu werden.

    Jackie hatte noch etwas zu erledigen und verließ ihre Wohnung. Damit wenigstens die Toilettenspülung gewährleistet war, holte firma zwei Eimer Wasser von den Bauarbeitern. Anschließend ging es zu einem Supermarkt, um dort etwas fürs Frühstück einzukaufen.

    Nach Jackies Rückkehr war Noreia die nächste, die an der Tür klingelte. Nach der Begrüßung und der Koordination logistischer Fragen fuhr sie mit firma zum Bahnhof, um Henkka, Nine und Jo abzuholen. Nine und Jo würden so wie firma, Hessen und ich in Jackies Wohnzimmer übernachten. Noreia und Henkka hatten sich Hotelzimmer gebucht.

    In der Zwischenzeit ergab sich die Möglichkeit Jackies „Nightliner“ Boscar zu besichtigen, der für die nächsten vier Wochen also das Zuhause der drei Reisemeister werden sollte.

    Um 15:00 Uhr fuhren Noreia und Henkka zum Hotel in der Nähe der Messe und nahmen mich mit. Vom Hotel aus ging ich zur Skyline Plaza, wo ich mit trish verabredet war. Wir hatten uns sieben Monate nicht mehr gesehen, ich konnte es kaum erwarten sie in die Arme zu nehmen. Nach einigen Minuten kam hutze aus der Mall.

    caviezel stand schon an der Halle vor der Personenkontrolle auf der linken Seite. Wir schlossen uns gegen 16:00 Uhr an. Jackie kam mit einer Freundin, Hessen sowie Nine und Jo etwas später dazu. Die Wartezeit war recht kurzweilig, es gab mehr Sprechchöre als beim Tourauftakt.

    Einlass war um 17:30 Uhr, ca. 15 Minuten später standen wir in der ersten Reihe, Weidnerseite. Das erste Mal Onkelz in der Festhalle und gleich ganz vorne, ich konnte es nicht ganz glauben. Da es anders als in Bremen keine Bändchen für den Innenraum gab, wollte keiner mehr aus der ersten Welle raus, um zur Garderobe zu gehen. So hingen diverse Jacken über der Absperrung zum Fotograben.

    Etwas später als wir kamen antihiphop und sein Bekannter sowie FaPi und seine Freundin in die erste Welle. DO05 war im hinteren Bereich des Innenraumes.

    Erste Vorband waren bekanntlich die Vagabundos de Lujo. Diese hatten wir im April in Innsbruck bei Der W vor dem Auftritt in der Werkstatt neben der Musichall kennengelernt. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Jedenfalls war die Freude groß, als bekanntgegeben wurde, dass das Gitarrenduo in Frankfurt eröffnen würde. Die Unbekannte war das Publikum. Wie würden die Onkelzfans die beiden aufnehmen? In der Vergangenheit hatten es Vorgruppen auf Onkelztouren ja nicht immer leicht.

    Bereits als die zwei die Bühne enterten gab es Beifall. Leider war der Bändiger nicht bei uns, also habe ich unseren Anfeuerungsruf angestimmt: VAGABUNDOS, VAGABUNDOS, …

    Es wurden unter anderem The Trooper, Paint it black und Engel gespielt, aber wo waren Auf gute Freunde oder Mexico? Onkelzsongs spielten die beiden an diesem Abend nicht. Da der Auftritt instrumental dargeboten wurde kam von Barish die Aufforderung ans Publikum mitzusingen, der auch von einigen nachgekommen wurde.

    Die Vagabundos wurden gut angenommen, das war großartig. Die Halle war da noch nicht voll, aber die beiden hatten trotzdem Spaß. So ein respektvolles Verhalten habe ich noch nie bei einer Vorband der Onkelz in der Halle erlebt. Äußerst beeindruckend, ein großes Kompliment an die Fans.

    Zweite Vorband waren ab FFM1 bis zum Ende der Tour Beastö Blancö. Diese machten ebenfalls einen guten Job. Aber wo war deren Sängerin Calico Cooper? Hatte ich mich im Vorfeld nicht näher mit der Band beschäftigt, so wurde ich positiv überrascht. Gleich deren selbstbetitelter Song verhinderte, dass ich still stand.

    Und dann die Onkelz. Das Intro mit der Bassdrum und dem elektrischen Summen ist einfach geil.
    Mein Gefühl musst du hören … wir leben, wir leben, …
    Und wie! Kevin wanderte auf der Bühne umher, stieg aufs linke Podest, Seitenwechsel, stieg aufs rechte Podest und die Menge geht ab wie Schmidts Katze. Richtig am Rad drehte die crowd, als 10 Jahre gespielt wurde. Ich will jetzt aber nicht die ganze Setlist durchgehen.

    Es war toll in die Gesichter der Onkelz zu blicken. Darin war die Freude deutlich zu sehen. Die gleiche Freude sah ich auch bei den Fans. Ich blickte mich immer mal wieder während der Lieder um, damit ich möglichst viele Eindrücke wahrnehmen konnte.

    Von links wurde durch den Pogo besonders bei schnelleren Liedern ganz schön geschoben. Das hatte ich mir vorher schon gedacht. Als es dann mehr wurde, habe ich versucht den Druck von Jo fernzuhalten, was mir denke ich auch ganz gut gelungen ist. Er sieht das ja nicht auf sich zukommen, so war für mich klar, dass ich so gut es geht als Prellbock fungieren würde.

    Vor Nur die Besten sterben jung kam dann die Dementoansage von Stephan. Er war gedanklich schon einen Song weiter.

    Die Zeit verging wie im Flug und die Onkelz haben mir richtig gut gefallen.

    Vor Veranstaltungsbeginn und in den Umbaupausen habe ich mir die Bühne mit der Lichttechnik genauer angesehen. Da wurde eine ganze Menge Material aufgefahren. In Bremen, wo wir im hinteren Teil des Innenraumes standen, konnte ich noch nicht genau sehen, wie viele Elemente sich da auf der Bühne bewegten. Klar, Kevin, Gonzo und Stephan gingen umher und die LED-Panels bewegten sich, das konnte ich auch von hinten sehen. Aber dort vorne konnte ich viel besser erkennen, dass sich diverse Lichttraversen hoben und senkten und dass sich die Säulen im Bühnenhintergrund zwischen den senkrechten Panels drehten. Das sah schon sehr geil aus.

    Nach dem Konzert haben sich die Vagabundos am Merchandisestand am Ausgang aus Welle 1 aufgehalten. Einige von uns führten bereits Gespräche mit Marinela, Denis und Barish. Ein Blick, ein Lächeln, eine Umarmung – sie hatten mich wiedererkannt. Während der Plaudereien erklärte sich Barish bereit die La Familia Shirts für die Onkelz an diese zu übergeben.

    Natürlich kam auch die Frage auf, warum sie Auf gute Freunde und Mexico nicht gespielt hatten. Die Antwort war sinngemäß, dass sie doch keine Onkelzsongs als Vorband der Onkelz spielen könnten. Weiter erfuhren wir, dass Stephan das auch schon gefragt hatte und so wurde in Aussicht gestellt, dass die beiden Stücke am zweiten Tag gespielt werden würden. „Du kommst doch morgen auch, oder?“ wurde ich von Barish gefragt. Als ich verneinte nahm er mich zur Seite und meinte, es würde sich eine Lösung finden.

    Einige traten anschließend den Heimweg an (trish, FaPi und seine Freundin). Nachdem wir uns verabschiedet hatten zogen wir weiter zum Bahnhof. Einige hatten Hunger und so wurde das Gasthaus zum goldenen M aufgesucht. Danach folgte die Verabschiedung von Noreia, Henkka und hutze. Wir anderen kaperten 2 Taxen und ließen uns zu Jackies Wohnung fahren. Es wurde noch etwas geplaudert und so der Tag beschlossen.

    Das war ein sehr geiler Abend, viel besser kann ein Konzert kaum laufen. Bremen war die Generalprobe für die Band und ebenso für das Publikum. Beim ersten Gig empfand ich schon pure Freude, die war in Frankfurt an Tag 1 noch größer. Danke für die geile Party.
    Kanzler
     
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10. Jan 2017, 16:35


  • Montag Nacht in Frankfurt – Heimspiel die erste

    Es war ein trüber Start in den Montag und doch schaffte es meine Kollegin gleich bei einem Tee mir glaubhaft zu machen, es werde der schönste Montag ever. Dabei würde es richtig stressig werden. Ich begann die Stunden bis Feierabend zu zählen und ging immer wieder die Set Liste durch. Meine Kollegin wollte sie nicht wissen und ich wurde immer unsicherer, dass es die selbe sein würde.

    Ich verfolgte die Nachrichten der Anderen und wusste wo sie sich trafen und wer alles wo steckte. Punkt 17 Uhr zum frühst möglichen Termin, treffen wir uns vor der Firma und ab geht die Reise Richtung heilige Stadt. Die Fahrt ist lustig, Das „Doppeldate“ ist eine schöne Kombination, zwei wundervolle Pärchen auf dem Weg zu ihrer Party des Jahres. Natürlich laufen die Onkelz aus der Konserve und wir spielen Playlist raten aber ich bleibe verschwiegen. Auch durch den Frankfurter Feierabendsverkehr kommen wir sonderlich schnell und stehen recht bald vor der Halle. Mein Smartphone weißt mich an, dass ich von den anderen LFs schon erwartet werde. Der Eingang ist diesmal nicht so einfach wie in Bremen. Der Banner darf nicht mir rein...ausverkauft mir 13.500 Leuten und die Security weiß nicht, wo man den Banner brauchen kann. Ich bin zu hibbelich und in zu voll der Vorfreude als groß rum zu diskutieren. ICH WILL DIE ONKELZ SEHN!!! Also ist der Banner schon abgegeben und wir auf dem Weg rein. Erstes Ziel sind die Gardarobe bzw. WC und dann schon zum Merch neben dem Halleneingang . Ich sehe die Vagabundos gerade noch auf der Bühne sitzen.

    Ich werde schon von Nine erwartet. Direkt auch eingewiesen, wo der Haupthaufen der LFs sich platziert hat. Es ist nett, auch wenn ich unseren Stammplatz „erste Reihe Wiedner Seite“ auch allein hätte wissen müssen. Anders als in Bremen, gibt es heute 2 Vorbands, keine Tourbecher, keine Bändchen aber Wellenbrecher schon, nur keine durchgängigen, somit kann jeder der das möchte sich in die erste Welle quetschen. Ich verbuchte es einfach unter „Besonderheiten der Halle“ und weitere 2 Konzerte hier würden dies nicht ändern.

    Wir stehen wieder an der nahezu gleichen Stelle an der ich damals das letzte Konzert in dieser Halle genießen durfte. Wir haben Durst, ich finde Hutze und um ihn zu foppen, muss ich ihn doch glatt das Buddha Bäuchlein streicheln. Es sorgt für ein extra breites Grinsen um den Mund und eine ziemliche Verwirrung in seinen Augen. Firma daneben sieht mich erst recht ungläubig an, bevor auch er mich umarmt. Jetzt wird es Zeit zu Trinken fassen, meine Begleitungen haben sich schon aufgeteilt. An dem ersten Bierstand will es irgendwie so gar nicht vorwärts gehen. Das hat den Effekt, dass der Mutige am Stand nächsten Bierstand eher mit Bier bei uns ist, als das wir auch nur in Sichtweite der Bar gekommen wären. Die Beastos kommen auf die Bühne und ich lasse meine Begleiter kurz zurück, um einmal in der ersten Reihe vorbei zu schauen und allen ein Hallo vorbei zu bringen. Ich werde mit einem „Wie du bringst kein Bier mit“ mehr als gebührend empfangen einmal durch geknuddelt und orientiere mich wieder nach draußen.

    Es ist das Konzert mit meinen Leuten und um vergangene Fehler nicht zu wiederholen, halt ich daran fest. Die LF kann ich später noch feiern. Schließlich habe ich noch einige Konzerte im Plan. In der Umbauphase versuchen wir 4 uns noch mal durch die Masse zu kämpfen, aber nur ich und meine bessere Hälfte schaffen es wirklich dort hin. Diesmal allerdings mit Getränken. Der Empfang wird dadurch auch nicht herzlicher. XD Wie gesagt, werde ich dort nicht alt, für heute hab ich meine Schuldigkeit getan. Wir suchen zu zweit die Massen ab und finden unsere Begleiter nicht mehr. Also flüchten wir nach draußen. Von dort werden wir plötzlich gerufen und sind am Eingang zum Wellenbrecher (hoher Wimpel) wieder zu viert.
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    An diesem Ort verbleiben wir das ganze Konzert. Die Stimmung ist hier viel besser als in Bremen. Natürlich bekommen wir viel von der Security mit, auch weniger schönes, da wir ja an deren Ein- und Ausgang stehen. Auch kommen viele Fanz an uns vorbei auf dem Weg von oder zum Trinken / WC / Luft. Einige sind schon ziemlich fertig und entkräftet. Es ist ziemlich warm, weshalb ich zwischen durch noch eine zweite Ladung Trinken hole. Dabei treffe ich noch mal auf Hutze, verliere ihn aber wieder auf dem Weg zurück. Mehr LF sehe ich während des Konzertes nicht mehr.

    Die Setlist ist wie in Bremen und gibt mir einiges an Sicherheit zurück. Auch wenn die Anreise ähnlich stressig wirkte, ich bin schneller angekommen geistig, gefühlt. Es liegt sicher auch daran, dass ich mich wohler fühle in diesem Kreis, an diesem Ort, in dieser Umgebung oder all die gute Laune in der ersten Reihe. Vielleicht ist es auch der Gedanke, dass es diesmal ein „richtiges“ Konzert ist. Es wird ein Mysterium bleiben. Bremen war so spontan, auf FFM 1 konnte man sich zumindest gefühlt besser vorbereiten.

    Wir singen wie im Auto alle Lieder mit, wobei ich die neuen fast alleine singe. Ein denkwürdiger Moment ist der Blick nach der Ansage „wo immer wir stehen“. In dem Moment merke ich, dass meine Freundschaft zu meiner Kollegin/Freundin mindestens genau so stark ist wie es Stephans Worte gerade beschreiben. Mir wird warm ums Herz, alle die Erinnerungen an den Secret Gig und den Soundcheck 2015 kommen wieder hoch. Wir waren ganz unten und ganz oben und auch wenn es in unserem Umfeld gerade nicht so prickelnd läuft „wo wir sind ist vorn“ das haben wir uns geschworen und in dem Moment fühle ich es ganz intensiv.
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    Vor uns bildet sich ein sehr brutaler Pogokreis und so oft es mich juckt rein zu gehen, so sehr schrecken mich die Ellenbogen ab. Ich feiere diese Party hier ein wenig intim mit meinen Dreien. In der Zugabenpause traut sich meine Freundin aufs Klo und schafft es überraschender Weiße vor den ersten Tönen der Zugabe zurück zu uns. Wir feiern die vier Lieder runter und auch meine Begleitung ist überrascht, dass wieder mal Erinnerungen den Schlussakkord geben. Es ist so schnell vorbei. Wir wollen raus und aufs Klo. Also bewegen wir uns recht zügig raus. Hinter der ersten Tür, werde ich abermals sehr froh überrascht. Firma und Hutze stehen mit einer riesigen Ladung Wasser bereit und strahlen uns entgegen.

    Über die Garderobe und das Klo finden wir zurück zum Merch und ich kann den Vagabuntos „Hallo“ sagen und bekomme unter skeptischen Blicken eine fette Umarmung von Mari. Wir unterhalten uns kurz, dass Lily nicht da ist aber nach Dortmund kommen wird und auch über die Shirts. Danach tränkt es mich zum Banner. Ich habe das Gefühl ich müsste schnell hin um ihn zu bekommen. Er ist auch das letzte Gut dort und so befinde ich mich auf dem Vorplatz. Die meisten der LFs treffen wir noch mal, ein kurzer Abschied und wir müssen zum Auto. Dienstag ist schließlich Arbeit angesagt für 3 von uns. Wir stehen zeimlich lange im Stau in der Tiefgarage, die Autos und die Musik laufen, aber so wirklich bewegt sich nichts. Es dauert aber irgendwann sind wir dann doch draußen. Muddi ist leider schon fort und das Handy Netz verrät mir dies auch erst da die Skyline schon im Heckfenster verblasst. Einiges gutes haben die FFM Treffen aber schon gehabt. Dank einiger Erfahrung und auf einer anderen Route als hin, hatte ich uns schnell auf die A3 geführt.
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    Um selbst wach zu bleiben und auch dem Fahrer dabei zu helfen, diskutieren wird die ganze Fahrt durch. Über die Lieder, das Konzert, Erinnerungen an den HHR. Alles was mir zu der Zeit noch einfällt. Ziemlich fit, landen wir kurz vor 1 Uhr an der Firma und sind mit eigenem Auto 1:30 Uhr wieder zuhause. Ich lese noch etwas nach, wie es den anderen in FFM ergangen ist und bin etwas traurig das nicht doch anders und mit Übernachtung geplant zu haben. Aber man kann nicht Alles haben. Was ich hatte war wundervoll. Alle gesehen und mit meinen Besten abgefeiert. Onkelz gesehen die wirklich harmoniert haben und fit wirkten. Die mit dem Publikum mitgingen und auch so eine richtig gute Stimmung von der Bühne runter brachten. Etwas das mir in Bremen noch gefehlt hat. Onkelz muss man wohl doch mit Blick auf die Bühne erleben. Dieser Abend trägt mich noch Tage lang bis in den Dezember hinein.
    ***
    Manche Momente wissen noch nicht, dass sie zu Erinnerungen werden.
    ***
    Können wir das mit Tagen nicht wie mit Handtüchern im Hotel machen?
    Tag am Boden: ich will nen neuen.
    Tag am Haken: nehm ich nochmal.
    FaPi
     
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