Stephans Shirt Favelas 74

19. und 20. Juni 2015, Hockenheimring. Der Wahnsinn wird fortgesetzt.


  • Pflugschar hat geschrieben:
    Lily hat geschrieben:Und da beißt die Maus keinen Faden ab, die Frage über seine Beweggründe, kann nur Stephan selbst beantworten.
    Alles andere können nur Mutmaßungen sein und diese sind für mich keine Diskussionsgrundlage.

    Aha, dann habe ich mal ein ganz einfache Frage an Dich: 98% des Diskussionsstoffes was hier im Forum abgeht, findet ohne Beteiligung der Onkelz statt, aber trotzdem haben die Leute verschiedenste Meinungen zu den Themen. Möchtest du nun mit diesem unsinnigen Totschlagargument irgendwas Bestimmtes aussagen? Und nur weil keine Antwort von Stephan zu erwarten ist, kamen hier schon recht gute Ansätze und Meinungen, einige haben zwar die Kernaussage des Threadtitels nicht wirklich verstanden, aber das macht ja nichts. Solange man Menschen zum Nachdenken anregen kann, ist das immer was Gutes.

    Wow.....ganz ohne;) ! Ich stimme dir zu.......ungern aber doch!
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  • Pflugschar hat geschrieben:
    Lily hat geschrieben:Und da beißt die Maus keinen Faden ab, die Frage über seine Beweggründe, kann nur Stephan selbst beantworten.
    Alles andere können nur Mutmaßungen sein und diese sind für mich keine Diskussionsgrundlage.

    Aha, dann habe ich mal ein ganz einfache Frage an Dich: 98% des Diskussionsstoffes was hier im Forum abgeht, findet ohne Beteiligung der Onkelz statt, aber trotzdem haben die Leute verschiedenste Meinungen zu den Themen. Möchtest du nun mit diesem unsinnigen Totschlagargument irgendwas Bestimmtes aussagen? Und nur weil keine Antwort von Stephan zu erwarten ist, kamen hier schon recht gute Ansätze und Meinungen, einige haben zwar die Kernaussage des Threadtitels nicht wirklich verstanden, aber das macht ja nichts. Solange man Menschen zum Nachdenken anregen kann, ist das immer was Gutes.


    Ich diskutiere, bzw. urteile nicht über die persönlichen Beweggründe eines anderen, wenn dieser nicht anwesend ist.
    Die Gründe für seine Abwesenheit sind mir dabei völlig egal.

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  • Zwar ein etwas älterer Artikel zum Thema Favelas/Markensachen, aber durchaus interessant zu lesen:
    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anze ... Kaufrausch
    Die Welt ist viel zu klein, drum erlange Reife,
    nicht verstehen muss man Geschichte, sondern begreifen.
    Ich scheiss auf Heimat, solidier mich nicht
    mit nationalem Gequatsche, hör zu, du Wicht.
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  • "Nicht immer wird die Liebe erwidert, manche Marken schämen sich für ihre armen Kunden, wie ein brasilianisches Meinungsforschungsinstitut herausgefunden hat."

    "Es klingt absurd – doch wirtschaftlich gesehen ist es konsequent: Weil die brasilianische Unterschicht so enorm breit ist, verfügt sie über eine weit stärkere Kaufkraft als die Oberschicht. Tatsächlich hat eine der untersten Klassen der Gesellschaft, zu der Evandro Farias und seine Freunde gehören, ein größeres Einkommen als alle besser verdienenden Klassen zusammen: 129,2 Milliarden Reais im Vergleich zu 99,9 Milliarden. Und das Einkommen des ärmsten Viertels der Bevölkerung ist in den vergangenen zehn Jahren um knapp die Hälfte gewachsen – das des reichsten Viertels gerade mal um 13 Prozent.

    Das hat Folgen: Menschen wie Evandro haben begonnen, etwas für sich zu beanspruchen, das nicht für sie gedacht war. Die Marken, die sie begehren, waren ursprünglich einem exklusiven Kundenstamm vorbehalten. Die Favela-Jugend hat diese Produkte zur Massenware gemacht."

    auch eine art von protest? sehr interessant.
    ~REGENBOGEN~

    "Der Friede stellt sich niemals überraschend ein. Er fällt nicht vom Himmel wie der Regen.
    Er kommt zu denen, die ihn vorbereiten.
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  • Ich finds immer toll, wenn Designer denken, ihre Klamotten seien nur für einen im Kopf existierten Kundenstamm gedacht. Ist echt sehr schade, dass sich so manch Designer soooo sehr schämen muss. *Kopftätschel* Das Leben ist wohl doch kein Wunschkonzert.;-)
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  • Da Stephans Motivation wohl ein Raetsel bleiben wird, koennen wir diesen Gedanken ja mal weiter spinnen.
    Wenn das Prekariat (egal ob Slums oder Hartz IV) sich mit Luxusmarken ausstattet, wird sich der Hersteller erstmal freuen. Schoen zu sehen z.B. bei Apple. Langfristig werden aber die Reichen Abstand nehmen, wenn sie sich nicht mehr vom Plebs abheben koennen. Eine Marke geraet so in Verruf. Wenn die Reichen dann was neues finden, ziehen die Armen natuerlich nach. Die Firma senkt die Preise, weil es keiner mehr haben will und verkommt zum "Standard". Eigentlich keine schlechte Entwicklung. Die Reichen werden geaerger und die Armen fuehlen sich besser. Spaeter kann es sich dann Jeder leisten.
    Nachteil ist natuerlich, dass sich die Armen extrem verschulden (Griechenland).
    In Deutschland geht man in die Privatinsolvenz und gut ist. Die Gemeinschaft muss jetzt dafuer aufkommen. In den Slums fuehrt due Ueberschuldung vermutlich in den Tod. Entweder direkt oder ueber den Umweg Dogen bzw. Kriminalitaet. Das ist weniger schoen.
    Konsumenten in den Slums gibt es zum Glueck nahezu unendlich. Fuer die Firmen, und letztlich auch uns, kein Problem (Achtung Zynismis). Wuerden die Reichen sich also nicht so ein Scheiss kaufen waere es am Ende fuer die Armen besser. Aber den Reichen gehoeren natuerlich die Firmen, die den Mist produzieren und die profitieren wiederrum. Verdammter Teufelskreis.
    "Eine für Soldaten praktische und sympathische Religion!"
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  • Pflugschar hat geschrieben:Zwar ein etwas älterer Artikel zum Thema Favelas/Markensachen, aber durchaus interessant zu lesen:
    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anze ... Kaufrausch


    Ein sehr interessanter Artikel! Ein ähnliches Beispiel hatte ich ja schon ziemlich am Anfang des Threads erwähnt, wo sich asiatische Studentinnen prostituieren lassen um sich Markenklamotten leisten zu können. Hier wird es vermutlich ähnlich sein.

    Der Junge in dem Zeitungsbericht kommt nicht einmal unsymphatisch rüber. Es ist nur umso bedauerlicher, dass zum Schluss eiskalt diese Oberflächlichkeit durchkommt, je teurer, desto besser. Genau diese Message scheinen auch ein paar Berliner unterstützen zu wollen. Und einen anderen Eindruck macht es halt auch bei niemand anderem, wenn er ein einfaches Favelas Schriftzug Shirt von Givenchy trägt. Wir gestalten die Welt, zu jeder Zeit, an jedem Ort!

    Vielleicht ist das Shirt aber auch als eine Antwort von Creative Director Riccardo Tisci zu sehen, der auf die Situation in den Slums aufmerksam wurde.
    Terpentino
     
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  • DOW hat geschrieben:Da Stephans Motivation wohl ein Raetsel bleiben wird, koennen wir diesen Gedanken ja mal weiter spinnen.
    Wenn das Prekariat (egal ob Slums oder Hartz IV) sich mit Luxusmarken ausstattet, wird sich der Hersteller erstmal freuen. Schoen zu sehen z.B. bei Apple. Langfristig werden aber die Reichen Abstand nehmen, wenn sie sich nicht mehr vom Plebs abheben koennen. Eine Marke geraet so in Verruf. Wenn die Reichen dann was neues finden, ziehen die Armen natuerlich nach. Die Firma senkt die Preise, weil es keiner mehr haben will und verkommt zum "Standard". Eigentlich keine schlechte Entwicklung. Die Reichen werden geaerger und die Armen fuehlen sich besser. Spaeter kann es sich dann Jeder leisten.


    Bestes Beispiel ist die Trendmarke Ed Hardy, die vor einigen Jahren so ziemlich jeder Celebrity getragen und somit ordentlich zum Hype mitverholfen hat. Mittlerweile gibt es sie sogar bei Otto und mitunter sieht man nicht wenige Müttichen ab 45, die ihren Hundi im Tattoo & Skull-Look Gassi führen, von denen man vor 5 Jahren noch geglaubt hätte, sie fänden diese Mode so abschäulich. Heute wird wohl kaum ein Musiker mehr so auf die Bühne hupfen. Eigentlich komisch, wenn ich etwas gut finde, dann doch nicht nur solange der Hype da ist, sondern zumindest ich kann meine Sachen auch in 5 oder 7 Jahren noch gerne tragen.

    Ich glaube einfach, dass das was Stephan in "Macht, für den, der sie nicht will" auf die Politik bezogen aussagen wollte, auf die gesamte Menscheit in jeder Hinsicht bezogen werden kann. Die Menschheit ist einfach nicht in der Lage vernünftig mit Macht oder auch Reichtum umzugehen. Zuviel ist immer schlecht, verdirbt den Charakter oder lässt zum Schwachsinn verleiten. Manche Mönche im fernen Osten nehmen nur zwei Mahlzeiten am Tag zu sich, weil zuviel Nahrung den Geist aushungert.

    Einige Bürger vertreten ja die Meinung, unsere Politiker müssten deshalb soviel verdienen, damit sie weniger anfällig für Bestechungen sind. Meiner Meinung sollten in der Politik nur Leute engagiert sein, die absolut aus Überzeugung handeln und die genauso motiviert wären, wenn sie das gleiche wie ein Kfz-Meiser verdienen würden. Das ist auch der Grund warum ich nicht mehr wählen gehe. Wählbar wären für mich nur Leute, die ich persönlich gut kenne und die die gleichen Ideale vertreten. Wenn aber jemand wie Stephan Weidner in meiner Jugend sich in der Politik gut aufgehoben gesehen hätte, hätte er mich wohl, obwohl wir uns nicht persönlich kennen, überzeugt ihm meine Stimme zu geben.
    Deshalb ist es heute natürlich etwas schade zu sehen, dass selbst so große Persönlichkeiten anscheinend nicht immun gegen solche "Einflüsse" sind.
    Terpentino
     
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