Angst vor dem Sterben?

... aber kein neuer "offener Bereich" und ohne Trash-Talk. Hier ist Hirnschmalz gefragt. Was kotzt euch richtig an da draußen? Oder, noch besser, was erfreut Euch? Lasst uns drüber reden.
15. Sep 2016, 10:53


  • Ich bin unschlüssig wie man mit dem Thema umgehen soll. Hat man Angst vor dem Tod, wird man beschwichtigt dass es ein natürlicher Prozess ist bzw es zum (Ab)leben dazugehört.
    Aber kann man die Angst überwinden? Kann man so einfach loslassen?

    Was wäre, wenn man plötzlich nicht mehr lebt? Liegen einem die Nachfahren am Herzen und will es für sie so einfach wie möglich machen, oder denkt man andersrum?

    Kann man solche Ängste bekämpfen? Soll man das überhaupt?

    Lernen loszulassen. Fallen. Treiben. Entschweben.

    Nicht außer acht zu lassen der unterschied, ob man unerwartet stirbt (Unfall z.b) oder weiß, dass man z.b. weihnachten nicht mehr erleben wird. Also bereits ein fast feststehendes Ablaufdatum hat.

    Was würde man tun, wenn man nur mehr einen Monat zu leben hätte?
    Oder Andersrum: Was würde man anders machen, wenn man nicht weiß wie lange man noch hat.

    Faszinierendes Thema in dem man sich verlieren kann.
    Pillenschlucker
     
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15. Sep 2016, 17:53


  • wenn du die angst vor dem tod verlieren willst, musst du einfach sterben, bevor er dich holt ;)
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15. Sep 2016, 20:47


  • Also fakt ist mal dass du definitiv stirbst!
    Du hast die die Wahl, ob du die Zeit bis dahin in Angst davor verbringen.....oder leben und deine Zeit nutzen willst.

    Davon ab gesehen, könnte dir diese Dame hier weiter helfen:
    Frau Kübler-Ross, ist DIE Sterbeforscherin.

    https://m.youtube.com/watch?v=C_KHpHlsAM4

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16. Sep 2016, 09:40


  • Am besten ist es über so an scheiß wie sterben keine Gedanken zu verliere;)
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16. Sep 2016, 10:13


  • Nichts ist naiver, als sich nicht mit dem eigenen Tod zu beschäftigen und mit seiner Familie/Freunde darüber zu sprechen! Man sieht es immer wieder, wie unorganisiert Menschen sind, die sich sich nie Gedanken gemacht haben und die Hinterbliebenen dürfen dann alles aufarbeiten, weil sich aus Scham darüber totgeschwiegen wurde. Ein jeder kann heut oder morgen aus dem Leben scheiden und dann stehen viele da, was nun zu tun ist.
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16. Sep 2016, 10:41


  • Pflugschar hat geschrieben:Nichts ist naiver, als sich nicht mit dem eigenen Tod zu beschäftigen und mit seiner Familie/Freunde darüber zu sprechen! Man sieht es immer wieder, wie unorganisiert Menschen sind, die sich sich nie Gedanken gemacht haben und die Hinterbliebenen dürfen dann alles aufarbeiten, weil sich aus Scham darüber totgeschwiegen wurde. Ein jeder kann heut oder morgen aus dem Leben scheiden und dann stehen viele da, was nun zu tun ist.

    So a Blödsinn, wenn ein geliebter Mensch stirbt stehst sowieso da und weißt nicht was du tun sollst, oder meinst es is für die Hinterbliebenen der Tod leichter zu verarbeiten wenn's wissen wer was erbt....sterben is scheiße und ändern oda verstehen kannst es sowieso nicht also warum dann Zeit und Kraft dafür verschwenden?
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16. Sep 2016, 16:18


  • Peterle hat geschrieben:
    Pflugschar hat geschrieben:Nichts ist naiver, als sich nicht mit dem eigenen Tod zu beschäftigen und mit seiner Familie/Freunde darüber zu sprechen! Man sieht es immer wieder, wie unorganisiert Menschen sind, die sich sich nie Gedanken gemacht haben und die Hinterbliebenen dürfen dann alles aufarbeiten, weil sich aus Scham darüber totgeschwiegen wurde. Ein jeder kann heut oder morgen aus dem Leben scheiden und dann stehen viele da, was nun zu tun ist.

    So a Blödsinn, wenn ein geliebter Mensch stirbt stehst sowieso da und weißt nicht was du tun sollst, oder meinst es is für die Hinterbliebenen der Tod leichter zu verarbeiten wenn's wissen wer was erbt....sterben is scheiße und ändern oda verstehen kannst es sowieso nicht also warum dann Zeit und Kraft dafür verschwenden?

    Du denkst da aber sehr materiell, als ob es beim Tod eines geliebten Menschen um das Erbe ginge!

    Wenn ein geliebter Mensch stirbt, von dem du weißt, dass er sein Leben gelebt und genossen hat, mit dem du über seinen Tod und seine Vorstellungen gesprochen hast, von dem du weißt, er hat sich damit befasst, hat keine Angst davor usw. dann macht das sehr wohl einen Unterschied!!!
    Selbst wenn er vielleicht gesund und fit und weit vom Sterben entfernt schien.
    Du kannst los lassen, Abschied nehmen, sein Leben feiern und froh sein, dass er Teil deines Lebens war.
    Wenn aber jemand stirbt, der in Angst vor seinem Tod gelebt hat, der dieses Thema gemieden hat....wie gehst du damit um?
    Denkst du dir, dass er ja noch so viel tun wollte und so viel verpasst hat und du ihm so viel sagen wolltest usw??

    Ich kenne den Unterschied, hab beides erlebt.

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16. Sep 2016, 17:44


  • Lily hat geschrieben:Du denkst da aber sehr materiell, als ob es beim Tod eines geliebten Menschen um das Erbe ginge!

    Ich denke in keinster Weise materiell, darum geht es auch gar nicht im Grundkern. Die meisten Menschen, die schon zu Lebzeiten die sogenannten „letzten Dinge“ regeln und sich entschließen, darüber auch mit denen zu sprechen, die ihnen am nächsten stehen, empfinden dies als große Entlastung und Befreiung. Auch Angehörige fühlen sich trotz anfänglicher Widerstände oft erleichtert, wenn äußere Dinge, wie Erbe, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Art der Bestattung etc. geklärt sind. Oft kommen dadurch Gespräche in Gang, die über die äußeren Angelegenheiten hinausgehen und auf das abzielen, was den Beteiligten wirklich wesentlich ist, im Leben und im Sterben. Diese Gespräche können Beziehungen vertiefen und helfen, unser Leben bewusster zu gestalten und unserem Tod gelassener entgegenzugehen.

    Lily hat geschrieben:Wenn ein geliebter Mensch stirbt, von dem du weißt, dass er sein Leben gelebt und genossen hat, mit dem du über seinen Tod und seine Vorstellungen gesprochen hast, von dem du weißt, er hat sich damit befasst, hat keine Angst davor usw. dann macht das sehr wohl einen Unterschied!!!
    Selbst wenn er vielleicht gesund und fit und weit vom Sterben entfernt schien.
    Du kannst los lassen, Abschied nehmen, sein Leben feiern und froh sein, dass er Teil deines Lebens war.
    Wenn aber jemand stirbt, der in Angst vor seinem Tod gelebt hat, der dieses Thema gemieden hat....wie gehst du damit um?
    Denkst du dir, dass er ja noch so viel tun wollte und so viel verpasst hat und du ihm so viel sagen wolltest usw??

    Ich kenne den Unterschied, hab beides erlebt.

    Ist es die Angst vor dem Tod, oder ist es die Verdrängung unserer Sterblichkeit, die das Thema - Tod für viele Menschen zu einem Tabu -Thema macht? Natürlich sollte niemand gezwungen werden darüber zu reden, aber mal drüber nachzudenken, kann so falsch nicht sein...
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16. Sep 2016, 18:35


  • Angst ist nicht das richtige Wort, ich hab keine Angst zu sterben/irgendwann tot zu sein ... aber ich kann über das Thema nicht nachdenken, das zerfickt mir den Kopf ... ist so ähnlich, wie wenn man sich versucht die Unendlichkeit des Universums vorzustellen. Der Gedanke, dass auf einen Schlag einfach alles, was in meinem Kopf ist weg sein soll ... alle Gedanken, alle Ideen, alles, was man eben nicht mitteilt, sondern was sich nur im eigenen Kopf abspielt ... alles weg. Und auch sonst ... klar denkt man an Verstorbene ... aber die Erinnerung verblasst und irgendwann ist es so, als wäre man nie auf dieser Welt gewesen ... (ich rede da natürlich von "normal-sterblichen", nicht irgendwelchen bekannten Menschen, an die man sich heute eben doch noch erinnert)

    Also generell ist das Thema sterben eher so, dass ich es so unbegreiflich finde und deswegen nicht drüber nachdenken kann, sonst wird mir schwindelig. Angst ist es eher nicht, denn wenn ich tot bin, bekomm ichs sowieso nicht mit.
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17. Sep 2016, 07:18


  • Ich bin ja mit mein 29 noch ziemlich Jung..
    Und hab daher keine Angst zu sterben.
    Klar ist mit bewusst das es durch ein Unfall von jetzt auf gleich vorbei sein kann. Aber das bekomme ich denn ja nicht mit.

    Anders wird es sich sicherlich verhalten wenn ich sehr alt geworden bin bin oder mir eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wurde..
    Dann glaube ich schon das ich Angst vor dem Tot haben werde. Allerdings wird die Angst davor das man wichtige Menschen nie mehr wieder sieht viel größer sein.
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21. Sep 2016, 09:46


  • http://www.noch-mal-leben.de/h/exponate_4_de.php

    Was redet man mit einem Todgeweihten? Manche wünschen gute Besserung zum Abschied. ’Komm bald wieder auf die Beine, Alter!‘
    „Keiner fragt mich, wie's mir geht“, sagt Heiner Schmitz. „Weil alle Schiss haben. Dieses krampfhafte Reden über alles Mögliche, das tut weh. Hey, kapiert ihr nicht? Ich werde sterben! Das ist mein einziges Thema in jeder Minute, in der ich alleine bin.“


    Was würde man selber wollen, wie mit einem umgegangen wird, wenn man wüsste dass man in naher Zukunft sterben wird?

    Ich weiß es nicht.
    Ich brauche ein anderes Thema, ich verliere mich hier. Zieht mich komplett in andere Sphären runter.

    Heftig. "Kopffick" trifft es wirklich auf den Punkt.
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21. Sep 2016, 11:12


  • Pillenschlucker hat geschrieben:http://www.noch-mal-leben.de/h/exponate_4_de.php

    Was redet man mit einem Todgeweihten? Manche wünschen gute Besserung zum Abschied. ’Komm bald wieder auf die Beine, Alter!‘
    „Keiner fragt mich, wie's mir geht“, sagt Heiner Schmitz. „Weil alle Schiss haben. Dieses krampfhafte Reden über alles Mögliche, das tut weh. Hey, kapiert ihr nicht? Ich werde sterben! Das ist mein einziges Thema in jeder Minute, in der ich alleine bin.“


    habs anders erlebt, nämlich dass eine an krebs sterbende eben nicht ständig über Krankheit und Tod sprechen wollte. sondern eben genau über alles andere.
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21. Sep 2016, 11:24


  • Nexus2.0 hat geschrieben:
    Pillenschlucker hat geschrieben:http://www.noch-mal-leben.de/h/exponate_4_de.php

    Was redet man mit einem Todgeweihten? Manche wünschen gute Besserung zum Abschied. ’Komm bald wieder auf die Beine, Alter!‘
    „Keiner fragt mich, wie's mir geht“, sagt Heiner Schmitz. „Weil alle Schiss haben. Dieses krampfhafte Reden über alles Mögliche, das tut weh. Hey, kapiert ihr nicht? Ich werde sterben! Das ist mein einziges Thema in jeder Minute, in der ich alleine bin.“


    habs anders erlebt, nämlich dass eine an krebs sterbende eben nicht ständig über Krankheit und Tod sprechen wollte. sondern eben genau über alles andere.


    Denke, dies ist von Mensch zu Mensch anders, ist ja auch bei Krankheit ähnlich.

    Ich habe 2 Kolleginnen in der Firma, die beide die gleiche Krankheit haben. Die Eine triffst du auf dem Flur und denkst sie bricht jeden Moment zusammen, wenn sie arbeiten erledigen soll, dann sagt sie, dies könne man bei ihrer Krankheit nicht von ihr verlangen, sie hat kaum ein anderes Thema als ihre Krankheit, ist gefühlt 250 Tage im Jahr nicht anwesend usw.

    Der Anderen merkst du es nicht an, dass sie krank ist, sie wird richtig sauer, wenn sie den Eindruck hat, dass man sie schonen oder ihr helfen will, sie spricht so gut wie nie über ihre Krankheit, fällt nicht öfter krankheitsbedingt aus als alle anderen.

    Ist halt von typ zu Typ verschieden, da kann und sollte man nicht pauschalisieren.
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21. Sep 2016, 11:41


  • Einem Kranken das Gespräch, bzw. Thema verweigern geht gar nicht!
    Es gibt sogar die "Rechte Sterbender" nach denen ein totkranker Mensch u. A. das Recht hat, mit einer einfühlsamen Person (Seelsorger, Palliativpfleger, Sterbebegleiter usw.) zu reden. Aber am wichtigsten ist es, dass man mit seinen Angehörigen oder Freunden darüber reden kann, denn was nützt es, wenn ich all die persönlichen Dinge einem Fremden sage?
    Da sollten nahe stehende Menschen wirklich dem Wunsch des Sterbenden nach kommen, denn der kann nichts nachholen oder auf später verschieben.

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21. Sep 2016, 11:46



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