Der simple Mythos

... Irgendwer hat irgendwo, irgendwas über uns geschrieben und ihr habt es gelesen? Gut, hier rein.
4. Jul 2015, 16:30


  • Wahrer Antifaschismus wendet sich gegen jede Form von Extremismus und nicht nur gegen Rechts- (Extremismus).
    Solange links und rechts im demokratischen Spektrum sind, ist beides zu tolerieren, aber die Extreme auf beiden Seiten sind zu bekämpfen.
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4. Jul 2015, 16:33


  • hausgeist hat geschrieben:Und die "Äußerungen am Küchentisch" werden meiner Meinung nach nie ganz verschwinden, solange es Menschen gibt. Man erwischt sich ja manchmal selber beim Schubladendenken - ach, der hat ja Sachen an, das ist bestimmt... und guck mal die, wie die aussieht. Oder hast du gehört was der Nachbar für Musik hört? Du, Gegenüber sind ja Leute eingezogen, die sollen Moslems sein, ...
    Um dieses Problem zu lösen, müssen aber alle offener werden und nach dem Prinzip "Leben und Leben lassen" agieren. Das wird nicht zu 100 % passieren. Nie.

    EDIT: Die Situation hat sich aber schon gewaltig gebessert. Man wird doch heutzutage in Deutschland und auch in vielen anderen liberalen Ländern im Großen und Ganzen so akzeptiert, wie man ist. Egal was man trägt, egal was man für Musik hört und egal welche Hautfarbe man hat. Kein Vergleich zu früheren Zeiten, aber ganz verschwinden werden die Probleme nicht.


    ich versuche mich mal in optimismus und prognostiziere, dass zumindest der rassismus sich in vielen generationen von selbst erledigt, weil sich die menschheit dann zum glück so weit vermischt hat, dass es einfach keine solchen optischen unterscheidungsmerkmale mehr gibt :)
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4. Jul 2015, 17:01


  • JMK hat geschrieben:
    hausgeist hat geschrieben:Und die "Äußerungen am Küchentisch" werden meiner Meinung nach nie ganz verschwinden, solange es Menschen gibt. Man erwischt sich ja manchmal selber beim Schubladendenken - ach, der hat ja Sachen an, das ist bestimmt... und guck mal die, wie die aussieht. Oder hast du gehört was der Nachbar für Musik hört? Du, Gegenüber sind ja Leute eingezogen, die sollen Moslems sein, ...
    Um dieses Problem zu lösen, müssen aber alle offener werden und nach dem Prinzip "Leben und Leben lassen" agieren. Das wird nicht zu 100 % passieren. Nie.

    EDIT: Die Situation hat sich aber schon gewaltig gebessert. Man wird doch heutzutage in Deutschland und auch in vielen anderen liberalen Ländern im Großen und Ganzen so akzeptiert, wie man ist. Egal was man trägt, egal was man für Musik hört und egal welche Hautfarbe man hat. Kein Vergleich zu früheren Zeiten, aber ganz verschwinden werden die Probleme nicht.


    ich versuche mich mal in optimismus und prognostiziere, dass zumindest der rassismus sich in vielen generationen von selbst erledigt, weil sich die menschheit dann zum glück so weit vermischt hat, dass es einfach keine solchen optischen unterscheidungsmerkmale mehr gibt :)


    du liebe zeit.. gleich schepperts hier, oder auch nicht. wird sich ja keiner freiwillig outen wollen.. xD

    ich teile deinen optimismus in dieser hinsicht..dann gibbet nur noch regenbogenmenschen *.* ..i like! <3
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    "Der Friede stellt sich niemals überraschend ein. Er fällt nicht vom Himmel wie der Regen.
    Er kommt zu denen, die ihn vorbereiten.
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4. Jul 2015, 17:11


  • Gegengift hat geschrieben:Wahrer Antifaschismus wendet sich gegen jede Form von Extremismus und nicht nur gegen Rechts- (Extremismus).
    Solange links und rechts im demokratischen Spektrum sind, ist beides zu tolerieren, aber die Extreme auf beiden Seiten sind zu bekämpfen.


    Ach du liebe Zeit, "wahrer" Antifaschismus.....
    Antifaschismus richtet sich gegen Faschismus (steckt sogar im Namen). Und Faschismus ist per Definition antiegalitär, antimarxistisch, rassistisch und fremdenfeindlich. All das sind Eigenschaften, die auf den Linksextremismus nicht zutreffen, im Gegenteil.
    Deshalb ist "wahrer" Antifaschismus auch ganz explizit gegen Rechtsextremismus und nicht gegen Linksextremismus gerichtet, was nicht bedeutet, dass ein Antifaschist auch Linksextremist oder sein oder Linksextreme tolerieren muss, wie wir bereits geklärt haben.
    Den oft zitierten Linksfaschismus gibt es übrigens nicht. Das ist nichts weiter als ein Kampfbegriff von rechter Seite, der wissenschaftlich keinerlei Relevanz besitzt und nicht fundiert ist. Er dient lediglich der Diskreditierung linker Politik oder Staaten.
    Zuletzt geändert von ufftatta am 4. Jul 2015, 17:23, insgesamt 4-mal geändert.
    ufftatta
     
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4. Jul 2015, 17:12


  • JMK hat geschrieben:
    ich versuche mich mal in optimismus und prognostiziere, dass zumindest der rassismus sich in vielen generationen von selbst erledigt, weil sich die menschheit dann zum glück so weit vermischt hat, dass es einfach keine solchen optischen unterscheidungsmerkmale mehr gibt :)


    LOL der war gut. Vor rund 100 Jahren gehörte Rassismus / Antisemitismus zum guten Ton in der Gesellschaft. In denke auch in den nächsten 100 Jahren wirds sowas geben.
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4. Jul 2015, 17:16


  • devil hat geschrieben:
    JMK hat geschrieben:
    ich versuche mich mal in optimismus und prognostiziere, dass zumindest der rassismus sich in vielen generationen von selbst erledigt, weil sich die menschheit dann zum glück so weit vermischt hat, dass es einfach keine solchen optischen unterscheidungsmerkmale mehr gibt :)


    LOL der war gut. Vor rund 100 Jahren gehörte Rassismus / Antisemitismus zum guten Ton in der Gesellschaft. In denke auch in den nächsten 100 Jahren wirds sowas geben.


    ich sage nicht, dass es morgen passiert, aber irgendwann schon. den zeitpunkt könnte man mit hinreichender datenlage vermutlich auch extrapolieren. ;)
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4. Jul 2015, 19:21


  • ufftatta hat geschrieben:
    Lily hat geschrieben:Ach wirklich?
    Und bei solchen Ansichten fragt man sich, warum Stephan sich bei seiner Ansage gegen rechts UND links distanzieren musste?


    Musste er nicht. Und es war aus meiner Sicht auch ein Fehler. Denn auf Onkelz-Konzerten gab es noch nie Probleme mit linken oder linksextremen Onkelz-Fans. Wenn man dagegen - wie die Onkelz - ein so massives Problem mit ausländerfeindlichen und auch rechtsextremen Anhängern hat, dann braucht es eine Ansage gegen diese Leute. Und zwar ohne den Nachsatz gegen das linke Pendant, weil dieser Nachsatz für die rechten Fans wie eine Relativierung klingt. Und wenn man mit Aussagen etwas erreichen will, dann geht es nunmal darum, wie der Adressat eine Nachricht aufnimmt, und nicht wie man sie gemeint hat.
    Weidner hat etwas sehr gutes geäußert:

    "Wenn sich Farbige und Ausländer hier unwohl fühlen müssen, dann wollen wir, dass ihr euch hier unwohl fühlt."

    Das wäre ein richtiges und starkes SCHLUSS-Statement gewesen bevor man in den Song einsteigt. Die nachfolgenden Worte gegen Links haben diese Botschaft in ihrer Wirkung auf die rechten Deppen sehr geschwächt.
    Auf youtube kann man in den entsprechenden Videomitschnitten zu den Ansagen etwas Entscheidendes hören: nach den Worten gegen Rechts und für die Aufnahmen von Flüchtlingen Applaus, jedoch eher verhalten bzw. noch zurückhaltend. Die anschließenden Worte gegen eine Vereinnahmung von Links wurden dagegen dann frenetisch und ungleich lauter bejubekt und beklatscht. Ein gutes Stimmunsbild über den Zustand der Konzertbesucher der Onkelz, wie ich finde. Und Belegt dafür, dass es Ansagen gegen Links nicht braucht.


    Nur weil ich eine tiefe Abneigung gegen rechts hege, macht das aus mir keine Linke.


    Genau das habe ich gemeint. Dann bist du eine Antifaschistin. Wo ist das Problem?


    Aber auch ich habe nach Ende dieser Ansage gejubelt und geklatscht, zumindest der, am ersten Samstag wo der Teil mit der "andren Seite"
    ja auch vorkam, einfach weil sie an der Stelle zu ende war und ich im gewissen Sinne ja zustimme, wer anti-rechts ist, ist nicht automatisch links.
    Ich habe MEINEN Standpunkt, der jenseits von links oder rechts ist und ich denke, nichts anderes wollte Stephan damit aussagen.

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4. Jul 2015, 20:54


  • JMK hat geschrieben:ich sage nicht, dass es morgen passiert, aber irgendwann schon. den zeitpunkt könnte man mit hinreichender datenlage vermutlich auch extrapolieren. ;)

    Auch da glaube ich, dass die komplette Vermischung aller Menschen nie eintreten wird. So wie es auch heute noch kulturelle Unterschiede gibt, die manche Völker voneinander trennen, so wird es sie auch in geraumer Zukunft noch geben. Und wenn es auch nur ein Völkchen in irgendeinem Urwald ist.

    Mal ganz davon abgesehen das man seinen Partner ja nach dem eigenen Geschmack aussucht - und der ist ja auch bei weitem nicht bei allen gleich. Aber eigentlich sind wir jetzt schon ganz schön ins Off-topic abgerutscht. Worum gings hier noch gleich?
    Memento Tour 2016 - Hamburg - 12. + 13.12.16
    Böhse für's Leben - Hockenheimring - 19. + 20.06.15
    Der W - Wacken - 02.08.14
    Nichts ist für die Ewigkeit - Hockenheimring - 20. + 21.06.14
    Der W: III - Hamburg - 30.04.13
    Der W: Autournomie - Kiel - 26.03.12
    hausgeist
     
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4. Jul 2015, 21:11


  • Lily hat geschrieben:
    ufftatta hat geschrieben:
    Lily hat geschrieben:Ach wirklich?
    Und bei solchen Ansichten fragt man sich, warum Stephan sich bei seiner Ansage gegen rechts UND links distanzieren musste?


    Musste er nicht. Und es war aus meiner Sicht auch ein Fehler. Denn auf Onkelz-Konzerten gab es noch nie Probleme mit linken oder linksextremen Onkelz-Fans. Wenn man dagegen - wie die Onkelz - ein so massives Problem mit ausländerfeindlichen und auch rechtsextremen Anhängern hat, dann braucht es eine Ansage gegen diese Leute. Und zwar ohne den Nachsatz gegen das linke Pendant, weil dieser Nachsatz für die rechten Fans wie eine Relativierung klingt. Und wenn man mit Aussagen etwas erreichen will, dann geht es nunmal darum, wie der Adressat eine Nachricht aufnimmt, und nicht wie man sie gemeint hat.
    Weidner hat etwas sehr gutes geäußert:

    "Wenn sich Farbige und Ausländer hier unwohl fühlen müssen, dann wollen wir, dass ihr euch hier unwohl fühlt."

    Das wäre ein richtiges und starkes SCHLUSS-Statement gewesen bevor man in den Song einsteigt. Die nachfolgenden Worte gegen Links haben diese Botschaft in ihrer Wirkung auf die rechten Deppen sehr geschwächt.
    Auf youtube kann man in den entsprechenden Videomitschnitten zu den Ansagen etwas Entscheidendes hören: nach den Worten gegen Rechts und für die Aufnahmen von Flüchtlingen Applaus, jedoch eher verhalten bzw. noch zurückhaltend. Die anschließenden Worte gegen eine Vereinnahmung von Links wurden dagegen dann frenetisch und ungleich lauter bejubekt und beklatscht. Ein gutes Stimmunsbild über den Zustand der Konzertbesucher der Onkelz, wie ich finde. Und Belegt dafür, dass es Ansagen gegen Links nicht braucht.


    Nur weil ich eine tiefe Abneigung gegen rechts hege, macht das aus mir keine Linke.


    Genau das habe ich gemeint. Dann bist du eine Antifaschistin. Wo ist das Problem?


    Aber auch ich habe nach Ende dieser Ansage gejubelt und geklatscht, zumindest der, am ersten Samstag wo der Teil mit der "andren Seite"
    ja auch vorkam, einfach weil sie an der Stelle zu ende war und ich im gewissen Sinne ja zustimme, wer anti-rechts ist, ist nicht automatisch links.
    Ich habe MEINEN Standpunkt, der jenseits von links oder rechts ist und ich denke, nichts anderes wollte Stephan damit aussagen.


    Moin.

    Ich habe diese Ansage live erlebt. Eindeutig oder?
    https://www.youtube.com/watch?v=vsqrneA416I
    Böhse Onkelz - Deutschland im Herbst 26.06.15 live am Hockenheimring
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4. Jul 2015, 21:15


  • devil hat geschrieben:
    JMK hat geschrieben:
    ich versuche mich mal in optimismus und prognostiziere, dass zumindest der rassismus sich in vielen generationen von selbst erledigt, weil sich die menschheit dann zum glück so weit vermischt hat, dass es einfach keine solchen optischen unterscheidungsmerkmale mehr gibt :)


    LOL der war gut. Vor rund 100 Jahren gehörte Rassismus / Antisemitismus zum guten Ton in der Gesellschaft. In denke auch in den nächsten 100 Jahren wirds sowas geben.


    viele generationen sind ja keine hundert jahre.^^ ihr müssts amoi weiter denken und nicht so begrenzt. ;)
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4. Jul 2015, 22:26


  • Kanzler hat geschrieben:Moin.

    Ich habe diese Ansage live erlebt. Eindeutig oder?
    https://www.youtube.com/watch?v=vsqrneA416I
    Böhse Onkelz - Deutschland im Herbst 26.06.15 live am Hockenheimring


    in der form hat es stil, ja, und vor so einer ansage kann man sich nur verneigen. es ist auch völlig klar, wie der w die klarstellung in die andere richtung meint. wenn man sich seine perspektive/die der onkelz klar macht, dann ist es auch verständlich, dass er keinen bock darauf hat, dass man fälschlicherweise irgendwelche politischen richtungen zugeschrieben bekommt. die frage ist nur, ob man es dann in diesem zusammenhang deutlich machen muss oder ob es dafür nicht bessere gelegenheiten gibt. allerdings muss man dabei auch sagen, dass so etwas in dieser position sicher auch nicht einfach ist. reden kann man viel, wenn man nicht da oben auf der bühne steht. aber die haben es sich eben auch ausgesucht, also müssen sie auch die lösung für so eine situation finden ;)
    JMK
     
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5. Jul 2015, 00:05


  • ufftatta hat geschrieben:
    Lily hat geschrieben:Ach wirklich?
    Und bei solchen Ansichten fragt man sich, warum Stephan sich bei seiner Ansage gegen rechts UND links distanzieren musste?


    Musste er nicht. Und es war aus meiner Sicht auch ein Fehler. Denn auf Onkelz-Konzerten gab es noch nie Probleme mit linken oder linksextremen Onkelz-Fans. Wenn man dagegen - wie die Onkelz - ein so massives Problem mit ausländerfeindlichen und auch rechtsextremen Anhängern hat, dann braucht es eine Ansage gegen diese Leute. Und zwar ohne den Nachsatz gegen das linke Pendant, weil dieser Nachsatz für die rechten Fans wie eine Relativierung klingt. Und wenn man mit Aussagen etwas erreichen will, dann geht es nunmal darum, wie der Adressat eine Nachricht aufnimmt, und nicht wie man sie gemeint hat.
    Weidner hat etwas sehr gutes geäußert:

    "Wenn sich Farbige und Ausländer hier unwohl fühlen müssen, dann wollen wir, dass ihr euch hier unwohl fühlt."

    Das wäre ein richtiges und starkes SCHLUSS-Statement gewesen bevor man in den Song einsteigt. Die nachfolgenden Worte gegen Links haben diese Botschaft in ihrer Wirkung auf die rechten Deppen sehr geschwächt.
    Auf youtube kann man in den entsprechenden Videomitschnitten zu den Ansagen etwas Entscheidendes hören: nach den Worten gegen Rechts und für die Aufnahmen von Flüchtlingen Applaus, jedoch eher verhalten bzw. noch zurückhaltend. Die anschließenden Worte gegen eine Vereinnahmung von Links wurden dagegen dann frenetisch und ungleich lauter bejubekt und beklatscht. Ein gutes Stimmunsbild über den Zustand der Konzertbesucher der Onkelz, wie ich finde. Und Belegt dafür, dass es Ansagen gegen Links nicht braucht.


    Nur weil ich eine tiefe Abneigung gegen rechts hege, macht das aus mir keine Linke.


    Genau das habe ich gemeint. Dann bist du eine Antifaschistin. Wo ist das Problem?


    Das sehe ich tatsächlich ganz genauso.
    "Etwas hässlich und anders, etwas hessisch und anders
    Ja stimmt, etwas dreckig und langsam
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5. Jul 2015, 03:02


  • ufftatta hat geschrieben:
    Lily hat geschrieben:Ach wirklich?
    Und bei solchen Ansichten fragt man sich, warum Stephan sich bei seiner Ansage gegen rechts UND links distanzieren musste?


    Musste er nicht. Und es war aus meiner Sicht auch ein Fehler. Denn auf Onkelz-Konzerten gab es noch nie Probleme mit linken oder linksextremen Onkelz-Fans. Wenn man dagegen - wie die Onkelz - ein so massives Problem mit ausländerfeindlichen und auch rechtsextremen Anhängern hat, dann braucht es eine Ansage gegen diese Leute. Und zwar ohne den Nachsatz gegen das linke Pendant, weil dieser Nachsatz für die rechten Fans wie eine Relativierung klingt. Und wenn man mit Aussagen etwas erreichen will, dann geht es nunmal darum, wie der Adressat eine Nachricht aufnimmt, und nicht wie man sie gemeint hat.
    Weidner hat etwas sehr gutes geäußert:

    "Wenn sich Farbige und Ausländer hier unwohl fühlen müssen, dann wollen wir, dass ihr euch hier unwohl fühlt."

    Das wäre ein richtiges und starkes SCHLUSS-Statement gewesen bevor man in den Song einsteigt. Die nachfolgenden Worte gegen Links haben diese Botschaft in ihrer Wirkung auf die rechten Deppen sehr geschwächt.
    Auf youtube kann man in den entsprechenden Videomitschnitten zu den Ansagen etwas Entscheidendes hören: nach den Worten gegen Rechts und für die Aufnahmen von Flüchtlingen Applaus, jedoch eher verhalten bzw. noch zurückhaltend. Die anschließenden Worte gegen eine Vereinnahmung von Links wurden dagegen dann frenetisch und ungleich lauter bejubekt und beklatscht. Ein gutes Stimmunsbild über den Zustand der Konzertbesucher der Onkelz, wie ich finde. Und Belegt dafür, dass es Ansagen gegen Links nicht braucht.


    Nur weil ich eine tiefe Abneigung gegen rechts hege, macht das aus mir keine Linke.


    Genau das habe ich gemeint. Dann bist du eine Antifaschistin. Wo ist das Problem?


    100% Zustimmung!

    Du hast so recht damit...und es freut mich richtig zu sehen, dass ich nicht der einzige bin der das so sieht. Dämlich war dieser Nachschub "gegen links"'. Dämlich und einfach nur überflüssig. Mir ist es ein Rätsel wie das so abgefeiert werden kann. Auch hier haben es einige einfach nicht begriffen. Das Problem, eben gerade auf einem Onkelzkonzert, sind sicherlich keine Steine schmeißenden, Autos anzündenden "Linksextremisten". Der Gegenpart ist dafür aber leider zu Hauf vertreten. Auf 1000 rechte Spinner kommt im Onkelzfanlager vielleicht einer, der sich der Antifa zuordnen würde...Puuuh, gut, dass dem dann am Hockenheimring auch nochmal der Wind aus den Segeln genommen wurde! Ganz wichtig.........
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6. Jul 2015, 00:45

6. Jul 2015, 07:24


  • Ich finde es bei einer Band, die keinem politischen Lager zugeschoben werden will, absolut gut und legitim sich von beidem zu distanzieren.

    Noch dazu bekommen sie ja auch von den Linken Anfeindungen. Dass diese dann nicht ausgelassen werden is die logische Konsequenz.
    böhse seit 2002
    Wir können nicht sein was wir nicht sind, denk gefährlich, quer und wild
    Leg die Karten auf den Tisch, sei was du wirklich bist!
    Böhser Nürnberger
     
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