Der simple Mythos

... Irgendwer hat irgendwo, irgendwas über uns geschrieben und ihr habt es gelesen? Gut, hier rein.
1. Jul 2015, 16:37


  • Warum sollte man Ansagen immer und immer wieder wiederholen? Es wurde genug dazu gesagt und die rechten Deppen wollen es nicht kapieren. Kein Deutschland im Hebst, kein Ohne mich, kein Hasstler konnte das denen klar machen. Und es is absolut die Minderheit der Fans die so denken. Genau wegen solchen Idioten sollte man Bomberpilot nicht mehr spielen??? Das Bild der Onkelz ändert sich nicht mehr und sie ziehen, wie oben beschrieben, so oder so solche Leute leider an. Egal welche Songs sie jetzt live spielen.

    Das hat aber alles nichts mehr mit dem Mythos zu tun. In diesem Thread überhaupt dann über die Faschos zu quatschen is schlimm genug. Weil die ham mit dem Mythos ja mal überhaupt nix zu tun...
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3. Jul 2015, 08:47


  • ufftatta hat geschrieben:"Das „rechte Lebensgefühl" definiert sich nicht nur über Wir-Identitäten aus Macht und Masse. Diese finden sich mehr oder weniger ausgeprägt auch in anderen Jugendkulturen und sozialen Bewegungen. Es ist darüber hinaus die Konstruktion angeblicher gesellschaftlicher Ausgrenzung einhergehend mit der Heroisierung von Gewalt, des Sich-Wehren-Müssens, einem verabsolutierten Freund-Feind-Dualismus und permanenter Selbststilisierung, die Täter zu Opfern erklärt."

    "All dies wird gekoppelt mit einer Musik, die nach Schema FF funktioniert. Dort herrscht Klarheit. Überraschendes, Verstörendes findet nicht statt. Die oft langsameren und weinerlichen Strophen verteilen die Schuld gleichmäßig auf alle, die nicht zu' „uns" gehören. Der brachiale Refrain bricht das Klagelied auf, gibt den Konsens "Jetzt erst recht" aus und reißt die Zweifelnden, Zögernden mit."

    "Das Thema ist sicher noch viel komplexer, als es hier wiedergegeben werden kann. Für Onkelz-Fans ist es, meist jetzt schon viel zu komplex. Denn tatsächliche Antworten auf schwierige Fragen zu suchen - auf dieser Ebene bewegt sich keine schlichte StraßenWeisheit und auch keine rechte „Logik". So singen die Böhsen Onkelz von einem Leben, das jeder kennt, oder zumindest glaubt, zu kennen. Der alltägliche, todlangweilige Normalzustand wird mit Pathos zubereitet, mit Mythen umhüllt und erscheint auf einmal als pralles Leben. Sie geben das Gefühl, selbst in schlichtester Doofheit etwas Besonderes zu sein. Sie erzählen Geschichten von Verlierern, die in Wahrheit Gewinner sind bzw. es irgendwann sein werden. Die Stunde des Siegers kommt für jeden irgendwann."

    "Was die Böhsen Onkelz'sind außer Böhse Onkelz, was sie eigentlich wollen außer „Onkelz" sein und tun was uns gefällt, das bleibt im Dunkeln. Das ist das Erfolgsrezept"

    " Mensch kann noch seitenlang lamentieren, Anekdoten erzählen, sich die Haare raufen, erklären und analysieren. Viel weiter werden wir damit nicht kommen. Vielleicht deswegen, weil die Onkelz doch nur ein Produkt des Mainstreams im vergangenheitsbewältigten Deutschland sind - und auch des Vakuums, das der subkulturelle Niedergang der Linken hinterlassen hat. Punk hat abgewirtschaftet, Bands wie Chumbawamba feiern es als Durchbruch, in den Arsch von MTV zu kriechen. Außerdem singen sie englisch, sind englisch. Die Toten Hosen und die Ärzte palavern in den Feuilletons der Wochenzeitungen und in der Harald-Schmidt-Show und verkörpern das Bild des gutgelaunten und gesellschaftskritischen Berufsjugendlichen. Sie sind zwar deutsch, aber sie sind gut.

    Die Böhsen Onkelz hingegen sind deutsch und böse. Wie auch Rammstein oder Joachim Witt. Deutsch sein ist Trend, Böse sein ist Nervenkitzel. Das, was die Berliner Stadtzeitung Zitty über Joachim Witt schreibt, lässt sich bruchlos auf die Onkelz übertragen. Dies „hören und dafür verachtet zu werden, verschafft einen ähnlichen Kick wie der sonntägliche Spaziergang mit einem nicht angeleinten Kampfhund über den Kinderspielplatz: Hauptsache, irgendjemand regt sich drüber auf."

    So stricken die Frankfurter Underdogs, mittlerweile Millionäre mit Wohnsitz in Irland, weiter an ihrer Legende. Glaubst du alles, was ich sage, glaubst du, du weißt wer ich bin? Stellst du niemals Fragen, warum wir wurden wie wir sind? Die Aura des EwigUnverstandenen ist die Kapitalanlage, in die unbeirrt weiter investiert wird. Es ist grotesk. Denn die Fragen wurden nun schon tausendmal gestellt- mal sachlich, mal emotional, mal ruhig, mal fordernd. Doch als Antwort gab's immer nur krudes Wir-sind-wir-Gebrabbel. Denn würden sich die Onkelz auch nur eine Minute ernsthaft mit dieser Frage beschäftigen, dann wäre dies das Ende von ihrem Mythos. Das allerdings wäre auch das Ende der Popband Böhse Onkelz."
    http://www.antifa-frankfurt.org/onkelz.html


    Das alles sind Zitate eines älteren Artikels zu den Onkelz aus dem Jahre 2003, erschienen im autonomen Rhein-Main-Blatt 'Swing'.
    Natürlich wird den meisten der Urheber dieses Textes nicht passen. Und natürlich werden auch manche Behauptungen darin aufgestellt, die Unkenntnis in dieser oder jener Frage erkennen lassen. Diese sind jedoch insgesamt marginal. Die von mir zitierten Auszüge entsprechen einer sehr präzisen Beschreibung des "Phänomens" Böhse Onkelz, das tatsächlich garkein Phänomen ist. Natürlich haben die Onkelz einige Perlen zwischen ihrem ganzen Pathos und den Underdog-Zusammenhalts-Phrasen versteckt. Ihr Erfolg gründet sich jedoch auf dem, was im Artikel so treffend beschrieben wird.

    Diese Perlen höre ich heute noch gern, aber der Rest, den auch ich vor 15 Jahren mitgegröhlt habe, ist einfach peinlich und auch unverantwortlich gegenüber jungen Menschen. Dass die Band auch nach ihrer Reunion weiter auf diese Gassenhauer setzt, zeigt mir, dass sie entweder nicht darüber reflektieren (was mich bei 50jährigen Erwachsenen stark wundern würde), oder es eben doch genau verstanden haben und ausnutzen.
    In meinen Augen wäre diese Reunion nur damit zu rechtfertigen, dass man diese Underdog- und Wir-gegen-den-Rest-der-Welt-Haltung aufgibt und intelligent und souverän, statt prollig und trotzig, eine neue Äre einläutet. Dazu ist es nun zu spät.



    *Unterschreib*
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3. Jul 2015, 10:42


  • Broilers Fan hat geschrieben:*Unterschreib*

    Dass du nichts auf dieser Welt raffst und vorgefertigte Meinungen toll findest, überrascht mich nicht.

    Der Artikel (ok, ich gebs zu - habe nur die Zitate hier gelesen) ist grober Unfug, allein schon, weil er ohne Jahreszahlen auskommt und alles in einen Topf wirft. Note 6. Noch nicht einmal das handwerkliche Rüstzeug eines Schreiberlings jedweder ernstzunehmenden Sparte besitzt der Autor, was an der fehlenden Kennzeichnung der Zitate deutlich wird.

    "Das Thema ist sicher noch viel komplexer, als es hier wiedergegeben werden kann. Für Onkelz-Fans ist es, meist jetzt schon viel zu komplex.

    Und wieder eine 6.

    Fazit: Boring.
    ChriZ
     
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3. Jul 2015, 11:11


  • ChriZ hat geschrieben:
    Broilers Fan hat geschrieben:*Unterschreib*

    Dass du nichts auf dieser Welt raffst und vorgefertigte Meinungen toll findest, überrascht mich nicht.

    Der Artikel (ok, ich gebs zu - habe nur die Zitate hier gelesen) ist grober Unfug, allein schon, weil er ohne Jahreszahlen auskommt und alles in einen Topf wirft. Note 6. Noch nicht einmal das handwerkliche Rüstzeug eines Schreiberlings jedweder ernstzunehmenden Sparte besitzt der Autor, was an der fehlenden Kennzeichnung der Zitate deutlich wird.

    "Das Thema ist sicher noch viel komplexer, als es hier wiedergegeben werden kann. Für Onkelz-Fans ist es, meist jetzt schon viel zu komplex.

    Und wieder eine 6.

    Fazit: Boring.


    Du hast mir die Worte quasi aus dem Mund genommen. Dem is nichts hinzuzufügen.
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3. Jul 2015, 14:16


  • Diese Diskussionen gehen mir seit 25 Jahren auf den Sack !!!!
    Vielleicht sollten auch "wir" Fans nicht mehr auf diese Ewigen Rechtdiskussionen eingehen.
    Was manche in diesem Forum von sich geben ist unter aller Sau !!!
    Leider glaube ich auch das vielen überhaupt nicht bewußt ist wie alt und vorallem Dumm diese Diskusionen sind.
    Diese Sogenannten Rechtslastigen Texte die Geschrieben wurden sind nicht nur schon über 30Jahre alt sondern
    man sollte sich auch mal vor Augen halten das die Herren Onkelz damals 15,16,17 Jahre alt waren,
    und nun werfe derjenige den ersten Stein der in diesem Alter und vorallendingen Anfang der 80`Jahre
    nicht irgendein Müll von sich gegeben hat !!!
    Lasst die 4 doch einfach mal in Ruhe mit dem Scheiß und schaut nach vorne !!!
    Wie oben auch schon geschrieben wurden haben sie nun wirklich genug getan um dieses Thema abzuschließen.
    Auch mir hat es nicht gefallen das "Bomberpilot" gespielt wurde, aber da jetzt so ein Drama zu machen ist echt überflüssig!!

    Auf die Zukunft !!!!!!!!!!!!!

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3. Jul 2015, 16:09


  • Daniel-73 hat geschrieben:Diese Diskussionen gehen mir seit 25 Jahren auf den Sack !!!!
    Auch mir hat es nicht gefallen das "Bomberpilot" gespielt wurde...

    Warum das denn nun? Der Titel ist nur falsch zu verstehen, wenn man ihn falsch verstehen will.;-) Von mir aus könnten viel mehr solcher alten Perlen in den Setlisten sein.
    Die Welt ist viel zu klein, drum erlange Reife,
    nicht verstehen muss man Geschichte, sondern begreifen.
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3. Jul 2015, 16:16


  • Pflugschar hat geschrieben:
    Daniel-73 hat geschrieben:Diese Diskussionen gehen mir seit 25 Jahren auf den Sack !!!!
    Auch mir hat es nicht gefallen das "Bomberpilot" gespielt wurde...

    Warum das denn nun? Der Titel ist nur falsch zu verstehen, wenn man ihn falsch verstehen will.;-) Von mir aus könnten viel mehr solcher alten Perlen in den Setlisten sein.


    Da geb ich dir ausnahmsweise mal Recht!
    Und wie man an dieser Diskussion sieht, gibt es immer noch viel zu viele, die z.B den "Bomberpilot" nicht verstehen, also kann es gar nicht oft genug gespielt werden.

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3. Jul 2015, 16:36


  • der simple mythos...genial (im positiven sinn)
    so könnte die bandbiografie teil 2 heissen

    ein komplizierten mythos brauch ich jedenfalls nicht
    man bin ich ein prolet

    hahaha
    Ich habe keine verdammte Payback-Karte und ich will keine bekackten Treuepunkte!!!
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4. Jul 2015, 08:50


  • ufftatta hat geschrieben:Im Übrigen ist "die" Antifa ein wichtiges Konglomerat von organisierten antifaschistischen Gruppen, die natürlich nicht in einen Sack mit Faschisten gehören, wie es im Text von "Ohne mich" zu hören ist. Ganz im Gegenteil sogar.
    Das kann man natürlich nicht erkennen, wenn man sich davon leiten lässt, was eine Musikband aus persönlicher Betroffenheit und Wut heraus zusammentextet. Oder wenn man seine Meinung davon abhängig macht, was wer über die eigene Lieblingsband denkt und äußert.
    Die Antifa-Gruppen sind sehr wichtig für dieses Land, denn sie leisten wertvolle Arbeit im Kampf gegen die organisierte Rechte. Arbeit die eigentlich die Polizei erledigen müsste (wenn die nicht selbst mit vielen Rechtsextremisten durchsetzt wäre (siehe NSU)).
    Ich bin ziemlich sicher, dass ein Weidner nicht so undifferenziert denkt, wie er es in diesem Text zum Ausruck gebracht hat.


    Die meisten Antifas sind Linksfaschisten, die alles, was vielleicht nur ansatzweise rechts der Mitte ist, verbieten würden. Alles, was vom linken Mainstream abweicht, wird verteufelt, denunziert und verleumdet. Du scheinst selber ziemlich Linksaußen zu sein, sonst hättest du nich so ein Weltbild.
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4. Jul 2015, 10:47


  • Gegengift hat geschrieben:
    ufftatta hat geschrieben:Im Übrigen ist "die" Antifa ein wichtiges Konglomerat von organisierten antifaschistischen Gruppen, die natürlich nicht in einen Sack mit Faschisten gehören, wie es im Text von "Ohne mich" zu hören ist. Ganz im Gegenteil sogar.
    Das kann man natürlich nicht erkennen, wenn man sich davon leiten lässt, was eine Musikband aus persönlicher Betroffenheit und Wut heraus zusammentextet. Oder wenn man seine Meinung davon abhängig macht, was wer über die eigene Lieblingsband denkt und äußert.
    Die Antifa-Gruppen sind sehr wichtig für dieses Land, denn sie leisten wertvolle Arbeit im Kampf gegen die organisierte Rechte. Arbeit die eigentlich die Polizei erledigen müsste (wenn die nicht selbst mit vielen Rechtsextremisten durchsetzt wäre (siehe NSU)).
    Ich bin ziemlich sicher, dass ein Weidner nicht so undifferenziert denkt, wie er es in diesem Text zum Ausruck gebracht hat.


    Die meisten Antifas sind Linksfaschisten, die alles, was vielleicht nur ansatzweise rechts der Mitte ist, verbieten würden. Alles, was vom linken Mainstream abweicht, wird verteufelt, denunziert und verleumdet. Du scheinst selber ziemlich Linksaußen zu sein, sonst hättest du nich so ein Weltbild.


    und du scheinst ziemlich rechtsaußen zu stehen, sonst würdest du dich nicht dieser sprache bedienen. "linksfaschismus" wird nämlich sehr gerne aus dieser richtung verwendet, um eine generelle diffamierung eines durchaus notwendigen gegengewichts zu tatsächlich faschistischen weltanschauungen vorzunehmen. wissenschaftlich klar besetzte begriffe werden umgedeutet und relativiert. wie viele antifa-leute kennst du denn, um so eine aussage zu treffen? im gegensatz zu klar faschistischen bewegungen gibt es nämlich keinen kausalen zusammenhang zwischen antifaschistischer aktion und faschistischem verhalten, das ist blösinn. genauso wie es keinen "linken mainstream" gibt. was soll das denn bitte sein? genau das sind die einfachen weltbilder, eine angebliche verschwörung, angebliche (linke) meinungsdiktatur gestützt durch die medien, aus deren ergebnis man sich dann schön der politischen diskussion entziehen kann, weil man weiß, dass man dieser argumentativ nicht gewachsen ist. wenn es tatsächlich so etwas wie einen "linken mainstream" geben würde, wie kommt es dann, dass z.b. antikapitalistische gruppierungen (zurecht) derart konsequent medial geächtet werden, sofern sie sich extremistischer, d.h. gewalttätiger mittel zur auseinandersetzung bedienen? nochmal: antifaschismus ist in erster linie reaktion. man kann und muss die art der gewählten mittel zur auseinandersetzung immer wieder kritisch hinterfragen, aber eine derartige billige diffamierung hat zu oft eine relativierung tatsächlich faschistischer ideologien sowie die delegitimation berechtigten widerstandes zum zweck. das führt letztlich zu politischer beliebigkeit und passivität und die wird gegen aggressiv operierende faschistische gruppierungen letzlich immer den kürzeren ziehen.
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4. Jul 2015, 11:03


  • JMK hat geschrieben:
    Gegengift hat geschrieben:
    ufftatta hat geschrieben:Im Übrigen ist "die" Antifa ein wichtiges Konglomerat von organisierten antifaschistischen Gruppen, die natürlich nicht in einen Sack mit Faschisten gehören, wie es im Text von "Ohne mich" zu hören ist. Ganz im Gegenteil sogar.
    Das kann man natürlich nicht erkennen, wenn man sich davon leiten lässt, was eine Musikband aus persönlicher Betroffenheit und Wut heraus zusammentextet. Oder wenn man seine Meinung davon abhängig macht, was wer über die eigene Lieblingsband denkt und äußert.
    Die Antifa-Gruppen sind sehr wichtig für dieses Land, denn sie leisten wertvolle Arbeit im Kampf gegen die organisierte Rechte. Arbeit die eigentlich die Polizei erledigen müsste (wenn die nicht selbst mit vielen Rechtsextremisten durchsetzt wäre (siehe NSU)).
    Ich bin ziemlich sicher, dass ein Weidner nicht so undifferenziert denkt, wie er es in diesem Text zum Ausruck gebracht hat.


    Die meisten Antifas sind Linksfaschisten, die alles, was vielleicht nur ansatzweise rechts der Mitte ist, verbieten würden. Alles, was vom linken Mainstream abweicht, wird verteufelt, denunziert und verleumdet. Du scheinst selber ziemlich Linksaußen zu sein, sonst hättest du nich so ein Weltbild.


    und du scheinst ziemlich rechtsaußen zu stehen, sonst würdest du dich nicht dieser sprache bedienen.



    Oh Scheiße, ich esse dasselbe Toastbrot wie irgendwelche Fascho's, ich muss ziemlich rechts aussen sein..

    Welcher angeblich rechten sprache hat er sich denn bedient? Linksfaschistoid? Das ist nunmal wahr und wenn das gerne von rechten verwendet wird, hey, dann haben die auch mal mit was recht, können die sich einen drauf ***.
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4. Jul 2015, 11:12


  • das "rechtsaußen" war ein spiegel des vorangegangenen "linksaußen" und die kritik an der sprachwahl habe ich doch ausführlich geschildert. soll ich es vielleicht besser aufmalen? "ist nunmal wahr" ist natürlich eine klasse begründete aussage...
    JMK
     
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4. Jul 2015, 11:25


  • Es ist das selbe Spiel, wie immer:

    Jemand "bedient" sich angeblich einer Sprache, die ein Anderer, oder allgemein gültig, einer bestimmten Gruppierung zu geordnet wird und zack.....wir Person 1. dieser Gruppierung zu geschoben.....oder es wird diskutiert, wer diese Bezeichnung verwenden darf und wer nicht......lächerlich!
    Sprache ist FÜR ALLE da, keine Gruppierung oder politische Gesinnung etc. hat einen Anspruch auf Bezeichnungen oder Ausdrucksweisen.
    Das Thema ist der Mythos "Onkelz"...ein mal "Türken raus" und schon sind sie faktisch für immer als rechte Schunkeltruppe verschrien,
    weil ja nur Nazis sowas sagen.....die Hintergründe kennt ihr.
    Man ist natürlich alltäglich versucht, zu sortieren, zuzuordnen, in Schubladen zu stecken, das ist nur menschlich....nur ein bissel dabei nachdenken und vielleicht auch anerkennen, das dem Gegenüber überhaupt nicht bewusst ist, welche Bedeutung MAN SELBST bestimmten Bezeichnungen oder Ausdrücken zuordnet.

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4. Jul 2015, 11:42


  • Lily hat geschrieben:Es ist das selbe Spiel, wie immer:

    Jemand "bedient" sich angeblich einer Sprache, die ein Anderer, oder allgemein gültig, einer bestimmten Gruppierung zu geordnet wird und zack.....wir Person 1. dieser Gruppierung zu geschoben.....oder es wird diskutiert, wer diese Bezeichnung verwenden darf und wer nicht......lächerlich!
    Sprache ist FÜR ALLE da, keine Gruppierung oder politische Gesinnung etc. hat einen Anspruch auf Bezeichnungen oder Ausdrucksweisen.
    Das Thema ist der Mythos "Onkelz"...ein mal "Türken raus" und schon sind sie faktisch für immer als rechte Schunkeltruppe verschrien,
    weil ja nur Nazis sowas sagen.....die Hintergründe kennt ihr.
    Man ist natürlich alltäglich versucht, zu sortieren, zuzuordnen, in Schubladen zu stecken, das ist nur menschlich....nur ein bissel dabei nachdenken und vielleicht auch anerkennen, das dem Gegenüber überhaupt nicht bewusst ist, welche Bedeutung MAN SELBST bestimmten Bezeichnungen oder Ausdrücken zuordnet.


    es geht mir schon darum, begrifflichkeiten auch mal zu hinterfragen und sich vor allem die frage zu stellen, woher man diese hat und welchem zweck sie eigentlich dienen. sonst endet man eben wirklich in genannter beliebigkeit. dann ist rechts gleich links und links gleich rechts und überhaupt jeder, der sich offensiv gegen unrecht positioniert auch nur ein extremist usw usw... das ist mir dann doch zu einfach.

    es gibt mehrere ebenen bei dieser diskussion. einmal bsp. die ganz individuelle, wenn es bsp um falsche einschätzungen seitens der antifa geht, wie eben bsp bei den onkelz bekannt und das daraus folgende unrecht. das so etwas passieren kann, ist erstmal generell menschlich und ich denke, gegen fehleinschätzungen ist niemand immun. die fähigkeit zur einsicht muss dann aber auch gegeben sein, ganz klar. daraus folgt aber eben nicht, dass die generelle ebene, das ganze antifaschistische prinzip mist wäre, ganz im gegenteil denn das ist erstmal eine lobenswerte sache. bei faschistischen gruppierungen ist es aber etwas anderes, weil dort das grundprinzip an sich schon verwerflich ist. daher lehne ich solche gleichsetzungen entschieden ab.
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4. Jul 2015, 12:01


  • Ich weiß nicht, wenn ich an meine Kindheit und Jugend in der DDR denke, stellt sich mir die Frage, ob das antifaschistische Prinzip grundsätzlich wirklich so lobenswert ist.

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