Der simple Mythos

... Irgendwer hat irgendwo, irgendwas über uns geschrieben und ihr habt es gelesen? Gut, hier rein.
28. Jun 2015, 16:27


  • "Das „rechte Lebensgefühl" definiert sich nicht nur über Wir-Identitäten aus Macht und Masse. Diese finden sich mehr oder weniger ausgeprägt auch in anderen Jugendkulturen und sozialen Bewegungen. Es ist darüber hinaus die Konstruktion angeblicher gesellschaftlicher Ausgrenzung einhergehend mit der Heroisierung von Gewalt, des Sich-Wehren-Müssens, einem verabsolutierten Freund-Feind-Dualismus und permanenter Selbststilisierung, die Täter zu Opfern erklärt."

    "All dies wird gekoppelt mit einer Musik, die nach Schema FF funktioniert. Dort herrscht Klarheit. Überraschendes, Verstörendes findet nicht statt. Die oft langsameren und weinerlichen Strophen verteilen die Schuld gleichmäßig auf alle, die nicht zu' „uns" gehören. Der brachiale Refrain bricht das Klagelied auf, gibt den Konsens "Jetzt erst recht" aus und reißt die Zweifelnden, Zögernden mit."

    "Das Thema ist sicher noch viel komplexer, als es hier wiedergegeben werden kann. Für Onkelz-Fans ist es, meist jetzt schon viel zu komplex. Denn tatsächliche Antworten auf schwierige Fragen zu suchen - auf dieser Ebene bewegt sich keine schlichte StraßenWeisheit und auch keine rechte „Logik". So singen die Böhsen Onkelz von einem Leben, das jeder kennt, oder zumindest glaubt, zu kennen. Der alltägliche, todlangweilige Normalzustand wird mit Pathos zubereitet, mit Mythen umhüllt und erscheint auf einmal als pralles Leben. Sie geben das Gefühl, selbst in schlichtester Doofheit etwas Besonderes zu sein. Sie erzählen Geschichten von Verlierern, die in Wahrheit Gewinner sind bzw. es irgendwann sein werden. Die Stunde des Siegers kommt für jeden irgendwann."

    "Was die Böhsen Onkelz'sind außer Böhse Onkelz, was sie eigentlich wollen außer „Onkelz" sein und tun was uns gefällt, das bleibt im Dunkeln. Das ist das Erfolgsrezept"

    " Mensch kann noch seitenlang lamentieren, Anekdoten erzählen, sich die Haare raufen, erklären und analysieren. Viel weiter werden wir damit nicht kommen. Vielleicht deswegen, weil die Onkelz doch nur ein Produkt des Mainstreams im vergangenheitsbewältigten Deutschland sind - und auch des Vakuums, das der subkulturelle Niedergang der Linken hinterlassen hat. Punk hat abgewirtschaftet, Bands wie Chumbawamba feiern es als Durchbruch, in den Arsch von MTV zu kriechen. Außerdem singen sie englisch, sind englisch. Die Toten Hosen und die Ärzte palavern in den Feuilletons der Wochenzeitungen und in der Harald-Schmidt-Show und verkörpern das Bild des gutgelaunten und gesellschaftskritischen Berufsjugendlichen. Sie sind zwar deutsch, aber sie sind gut.

    Die Böhsen Onkelz hingegen sind deutsch und böse. Wie auch Rammstein oder Joachim Witt. Deutsch sein ist Trend, Böse sein ist Nervenkitzel. Das, was die Berliner Stadtzeitung Zitty über Joachim Witt schreibt, lässt sich bruchlos auf die Onkelz übertragen. Dies „hören und dafür verachtet zu werden, verschafft einen ähnlichen Kick wie der sonntägliche Spaziergang mit einem nicht angeleinten Kampfhund über den Kinderspielplatz: Hauptsache, irgendjemand regt sich drüber auf."

    So stricken die Frankfurter Underdogs, mittlerweile Millionäre mit Wohnsitz in Irland, weiter an ihrer Legende. Glaubst du alles, was ich sage, glaubst du, du weißt wer ich bin? Stellst du niemals Fragen, warum wir wurden wie wir sind? Die Aura des EwigUnverstandenen ist die Kapitalanlage, in die unbeirrt weiter investiert wird. Es ist grotesk. Denn die Fragen wurden nun schon tausendmal gestellt- mal sachlich, mal emotional, mal ruhig, mal fordernd. Doch als Antwort gab's immer nur krudes Wir-sind-wir-Gebrabbel. Denn würden sich die Onkelz auch nur eine Minute ernsthaft mit dieser Frage beschäftigen, dann wäre dies das Ende von ihrem Mythos. Das allerdings wäre auch das Ende der Popband Böhse Onkelz."
    http://www.antifa-frankfurt.org/onkelz.html


    Das alles sind Zitate eines älteren Artikels zu den Onkelz aus dem Jahre 2003, erschienen im autonomen Rhein-Main-Blatt 'Swing'.
    Natürlich wird den meisten der Urheber dieses Textes nicht passen. Und natürlich werden auch manche Behauptungen darin aufgestellt, die Unkenntnis in dieser oder jener Frage erkennen lassen. Diese sind jedoch insgesamt marginal. Die von mir zitierten Auszüge entsprechen einer sehr präzisen Beschreibung des "Phänomens" Böhse Onkelz, das tatsächlich garkein Phänomen ist. Natürlich haben die Onkelz einige Perlen zwischen ihrem ganzen Pathos und den Underdog-Zusammenhalts-Phrasen versteckt. Ihr Erfolg gründet sich jedoch auf dem, was im Artikel so treffend beschrieben wird.

    Diese Perlen höre ich heute noch gern, aber der Rest, den auch ich vor 15 Jahren mitgegröhlt habe, ist einfach peinlich und auch unverantwortlich gegenüber jungen Menschen. Dass die Band auch nach ihrer Reunion weiter auf diese Gassenhauer setzt, zeigt mir, dass sie entweder nicht darüber reflektieren (was mich bei 50jährigen Erwachsenen stark wundern würde), oder es eben doch genau verstanden haben und ausnutzen.
    In meinen Augen wäre diese Reunion nur damit zu rechtfertigen, dass man diese Underdog- und Wir-gegen-den-Rest-der-Welt-Haltung aufgibt und intelligent und souverän, statt prollig und trotzig, eine neue Äre einläutet. Dazu ist es nun zu spät.
    ufftatta
     
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28. Jun 2015, 16:52


  • Schon wieder......mir langts.....ich geh kotzen und dann fang ich selbst an zu schreiben....
    Irgendwelche selbsternannten, pseudointelligenten, Experten, die meinen, sie hätten die Onkelz und ihre Fans in jahrelanger Feldforschung in freier Wildbahn studiert, versuchen das Phänomen Onkelz zu erklären, dabei sind sie ganz einfach zu dusselig, um die Texte zu verstehen....ich kann dieses Lamentieren und Schwadronieren nicht mehr ertragen!

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28. Jun 2015, 17:01


  • Lily hat geschrieben:ich kann dieses Lamentieren und Schwadronieren nicht mehr ertragen!


    Richtig.
    ufftatta
     
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28. Jun 2015, 17:07

28. Jun 2015, 17:11


  • ufftatta hat geschrieben:
    Lily hat geschrieben:ich kann dieses Lamentieren und Schwadronieren nicht mehr ertragen!


    Richtig.


    Warum fängst du dann damit an?

    JMK hat geschrieben:it's only rock'n roll...


    So einfach kann man es sich aber nun auch nicht machen, da MUSS noch irgendwas anderes dran sein, woran sollten sich o.G. denn sonst aufgeilen?

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28. Jun 2015, 17:26


  • JMK hat geschrieben:it's only rock'n roll...


    Prinzipiell d'accord. Leider verkauft sich die Band als etwas anderes, etwas höheres, dass über ihre Rolle als R'n'R-Band hinausreicht. Rammstein beispielsweise sind ein Kunstwerk. Die Onkelz meinen das ernst bzw. transportieren es als ernste Botschaft, wenn sie sich und ihre Neffen und Nichten als Familie bezeichnen, die gegen alle Widerstände und Lügen ankämpft.
    ufftatta
     
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28. Jun 2015, 17:35


  • Lily hat geschrieben:So einfach kann man es sich aber nun auch nicht machen, da MUSS noch irgendwas anderes dran sein, woran sollten sich o.G. denn sonst aufgeilen?


    doch kann man und sollte man meiner meinung nach auch, zumindest ab und zu. ganz von der hand weisen kann man die kritikpunkte nämlich auch nicht und gerade bei den onkelz konnte und kann man immer wieder schön sehen, wie fans zu zigtausenden von toleranz, eigenständigem denken und individualität sprechen und letzlich doch nur dem weidner nach dem mund quatschen. wenn ich mir tlw facebook-einträge und kommentare zu zeitungsartikeln durchlese, kommt mir da stellenweise auch das nackte grausen. das kann ich aber nur sagen, weil ich eine lange zeit auch mal so "fanatisch" war, dass ich jedes wort kritiklos gefressen habe. das ist aber nichts bo-spezifisches, sondern ein generelles problem mit "bewegungen" und "weltanschauungen". wenn man das dann merkt, kann man wohl entweder das prinzip onkelz-pathos komplett auf den müll werfen, oder eben bsp einfach etwas entspannter und mit einem augenzwinkern sehen. ich denke, diese extrem polarisierende wirkung der band kommt vor allem durch die individuelle überzeichnung zustande, im positiven wie im negativen. aber im grunde ist es eben dann doch nur musik und das, was man an der band überhöht oder verdammt kann in erster linie nur spiegel des eigenen inneren sein.
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28. Jun 2015, 17:40


  • ufftatta hat geschrieben:
    JMK hat geschrieben:it's only rock'n roll...


    Prinzipiell d'accord. Leider verkauft sich die Band als etwas anderes, etwas höheres, dass über ihre Rolle als R'n'R-Band hinausreicht. Rammstein beispielsweise sind ein Kunstwerk. Die Onkelz meinen das ernst bzw. transportieren es als ernste Botschaft, wenn sie sich und ihre Neffen und Nichten als Familie bezeichnen, die gegen alle Widerstände und Lügen ankämpft.


    Das ist, wie du es interpretierst....es muss nicht der Wahrheit entsprechen.

    Hast du dir schon mal selbst Mut zu gesprochen?
    Mit dir selbst gerungen?
    Dich mit deinen eigenen Dämonen, Zweifeln, Ängsten auseinander gesetzt, an dir selbst gezweifelt und nach Hoffnung gesucht?

    Nichts weiter tun die Onkelz, bzw. haben es mit ihren Texten getan, sie schreiben auf, was sie erleben,
    was sie beschäftigt und machen daraus ein Lied.
    Dazu eine gehörige Portion Spiritualität, die von diversen "Experten" und Schreiberlingen gerne als "geheimnisvolle Unbekannte" bezeichnet oder eben einfach als nicht beantwortete Frage oder Aussage verstanden wird......das ist alles.
    Du kannst die Onkelz nicht verstehen, indem du dich nur mit den Onkelz beschäftigst, so einfach ist das.

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28. Jun 2015, 17:47


  • ufftatta hat geschrieben:
    JMK hat geschrieben:it's only rock'n roll...


    Prinzipiell d'accord. Leider verkauft sich die Band als etwas anderes, etwas höheres, dass über ihre Rolle als R'n'R-Band hinausreicht. Rammstein beispielsweise sind ein Kunstwerk. Die Onkelz meinen das ernst bzw. transportieren es als ernste Botschaft, wenn sie sich und ihre Neffen und Nichten als Familie bezeichnen, die gegen alle Widerstände und Lügen ankämpft.


    ich denke der mythos, die familie IST das kunstwerk
    JMK
     
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28. Jun 2015, 17:55


  • hab jetzt erst mal nur den eingangstext gelesen und bei dem wörtchen "pathos" geht mir das messer in der hosentasche auf.

    definieren wir pathos.. laut dem allseitsbeliebten wikidingens :

    "Das Pathos (im 17. Jahrhundert entlehnt vom griechischen Neutrum πάθος, páthos, „Leiden(schaft)“, zum Verb πάσχειν, pás|chein, „erdulden“, „erleiden“[1]) bezeichnet in der Rhetorik ein Überzeugungsmittel der Rede. Seit seiner ersten systematischen Definition in der griechischen Rhetorik, die für alle folgenden Traditionen grundlegend ist, hat das Wort vielerlei Bedeutungsveränderungen erfahren. Umgangssprachlich versteht man heute darunter eine emotionale, theatralische und tendenziell übertriebene Form der Artikulation."

    ja mein gott, es gibt menschen die packen ihre gefühle in einen text und tun das so gut, dasss es einem beim lesen sogar in jede zelle kriecht. was ist das problem? es soll sogar menschen geben, die leben das was sie zu papier bringen und kommen für einen nicht geringen teil der bevölkerung weinerlich, schnulzig und übertrieben kitschig rüber...

    was ist das problem?

    es kann ja nicht sein, dasss ich mich für meine gefühle schämen muss und es eben immer noch nicht schick ist, diese sogar öffentlich zu äußern und als weichei gebrandmarkt werde.

    was ist denn das für eine kranke scheiße, mensch.

    "Diese Perlen höre ich heute noch gern, aber der Rest, den auch ich vor 15 Jahren mitgegröhlt habe, ist einfach peinlich und auch unverantwortlich gegenüber jungen Menschen. Dass die Band auch nach ihrer Reunion weiter auf diese Gassenhauer setzt, zeigt mir, dass sie entweder nicht darüber reflektieren (was mich bei 50jährigen Erwachsenen stark wundern würde), oder es eben doch genau verstanden haben und ausnutzen.
    In meinen Augen wäre diese Reunion nur damit zu rechtfertigen, dass man diese Underdog- und Wir-gegen-den-Rest-der-Welt-Haltung aufgibt und intelligent und souverän, statt prollig und trotzig, eine neue Äre einläutet. Dazu ist es nun zu spät."

    zur kenntnis genommen.

    meine meinung dazu: so ein blödsinn .."dazu ist es nun zu spät" es ist nie zu spät und außerdem werden die nächsten monate zeigen, was sache ist und was eben nicht. (einen gruß an alle "hater" jaha, da samma wiada^^)- lassen wir es mal auf uns zukommen. rechtfertigen? bitte.. wer muss sich denn wegen was rechtfertigen? find ich schon mehr als nur unverschämt.. ist aber in letzter zeit wieder häufiger der tenor.
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28. Jun 2015, 18:04


  • JMK hat geschrieben:
    ich denke der mythos, die familie IST das kunstwerk


    Das denke ich auch. Und das ist meiner Ansicht nach das Kritikwürdige daran.
    ufftatta
     
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28. Jun 2015, 18:54


  • ufftatta hat geschrieben:Das denke ich auch. Und das ist meiner Ansicht nach das Kritikwürdige daran.


    ist ja auch legitim. ich würde es aber nur als problematisch sehen, wenn es denn im gegenteil über die abstrakte "onkelz-geschichte" hinausgehen und sich selbst allzu ernst nehmen würde und das tut es eigentlich nicht (mehr). ich sehe heute mehr kooperation statt konfrontation, die alten grabenkämpfe und underdog-stories sind doch im grunde vorbei und werden von der band nach meinem eindruck auch nicht mehr wirklich heraufbeschworen. da sehe ich schon eher die kritische aufarbeitung der eigenen fehler und den versuch, gutes beispiel zu sein. das man aber bei einem familientreffen gerne auch mal die alten kriegsgeschichten zelebriert ist doch nun nichts ungewöhnliches. das onkelz-werk bietet heute doch schon, wie du selbst sagst, vielfältigen output. die frage nach der persönlichen gewichtung muss sich halt jeder selbst stellen.
    JMK
     
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28. Jun 2015, 20:31


  • dann sieh es doch als problatisch an. ich sehe das ganze gutmenschengequatsche auch als problematisch an. leben und leben lassen.
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28. Jun 2015, 23:05


  • Man muss doch nur den ersten Absatz lesen, um zu erkennen, dass der Autor keine Ahnung hat (vollkommen losgelöst von den Onkelz):

    "Das „rechte Lebensgefühl" definiert sich nicht nur über Wir-Identitäten aus Macht und Masse. Diese finden sich mehr oder weniger ausgeprägt auch in anderen Jugendkulturen und sozialen Bewegungen.


    Bis hierhin nichts zu beanstanden, aber dann:

    Es ist darüber hinaus die Konstruktion angeblicher gesellschaftlicher Ausgrenzung einhergehend mit der Heroisierung von Gewalt, des Sich-Wehren-Müssens, einem verabsolutierten Freund-Feind-Dualismus und permanenter Selbststilisierung, die Täter zu Opfern erklärt."


    Auf welche "Randgruppe" träfe das nicht ebenfalls zu.
    Wenn man sich die Hip-Hop Scheisse von Bushido anguckt, ist es genau das gleiche Bild, ebenso bei Autonomen oder Hooligans. Auch das ist kein Alleinstellungsmerkmal rechter Gruppen. Somit muss jedes resultierende Fazit falsch sein, da es sich auf eine unrichtige Behauptung stützt.
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28. Jun 2015, 23:29


  • 1. Schau dir die Setlist vom letzten Jahr an... das war was ganz anderes wie dieses Jahr

    2. Songs wie "Danke für nichts" wurden 1 oder 2 mal gespielt an insgesamt 6 Tagen. Das gab es früher nie. Presseschelten waren immer dabei.

    3. Die alten Songs waren ein Geschenk an die treuen Fans die ihnen trotz dem ganzen Mist seit der Trennung verziehen haben. Zb "Stunde des Siegers". Da steht was gutes im RockHard Interview übrigens. Genauso wird es Songs wie "Ich lieb mich" oder "Dick und durstig", 2005 am Lausitzring noch gespielt, nicht mehr live geben. Also bitte lass den Quatsch von wegen es geht weiter wie zuvor und es wäre nix anders.

    Es geht darum Spaß zu haben und dankbar zu sein, das alles nochmal erleben zu dürfen. Reflektieren und das mit einem Kevin der besser drauf is wie je zuvor.

    P.S.: und einen Text der Antifa zu nehmen... Immerhin kennen sie die Texte, setzen sie aber ähnlich schwach ein wie die andern Medien auch. Heftig is, dass sie manches gut analysiere aber daraus die völlig falschen Schlüsse ziehen. Aber über die dummen Faschos lachen. Die sind genau so dumm.
    böhse seit 2002
    Wir können nicht sein was wir nicht sind, denk gefährlich, quer und wild
    Leg die Karten auf den Tisch, sei was du wirklich bist!
    Böhser Nürnberger
     
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