Der simple Mythos

... Irgendwer hat irgendwo, irgendwas über uns geschrieben und ihr habt es gelesen? Gut, hier rein.
6. Jul 2015, 09:26


  • Als ich die Ansage gehört habe ,dachte ich auch zuerst...naja ist das jetzt ein Schlichtungsversuch ....aber nach genauerem Verstehen ,ist das für mich ein klares Statement.Wenn 'Ohne Mich 'nicht gespielt wird,dann kann man die Aussage des Liedes auch gerne so verpacken.
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    Neffe 23
     
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7. Jul 2015, 06:30


  • Neffe 23 hat geschrieben:Als ich die Ansage gehört habe ,dachte ich auch zuerst...naja ist das jetzt ein Schlichtungsversuch ....aber nach genauerem Verstehen ,ist das für mich ein klares Statement.Wenn 'Ohne Mich 'nicht gespielt wird,dann kann man die Aussage des Liedes auch gerne so verpacken.

    Aber es ist halt schwierig, weils einfach zu mindestens 70% nicht so aufgefasst wird wie es gemeint war.....und das merkt man schon allein am eher verhaltenen Applaus bei:"...in Zeiten wo den Flüchtlingen alle Türen verschlossen werden. ...." bis hin zum tosenden bei : " wir lassen uns auch nicht von der linken Seite vereinnahmen."
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7. Jul 2015, 08:37


  • JMK hat geschrieben:ich versuche mich mal in optimismus und prognostiziere, dass zumindest der rassismus sich in vielen generationen von selbst erledigt, weil sich die menschheit dann zum glück so weit vermischt hat, dass es einfach keine solchen optischen unterscheidungsmerkmale mehr gibt :)


    Sehe ich genau so. Wird definitiv so kommen. Jedoch wird es andere "Ismen" geben. Die Unterdrückung der Frau z.B. wird in den nächsten Jahren wieder ganz groß im Kommen sein.

    ufftatta hat geschrieben:Ach du liebe Zeit, "wahrer" Antifaschismus.....
    Antifaschismus richtet sich gegen Faschismus (steckt sogar im Namen). Und Faschismus ist per Definition antiegalitär, antimarxistisch, rassistisch und fremdenfeindlich. All das sind Eigenschaften, die auf den Linksextremismus nicht zutreffen, im Gegenteil.
    Deshalb ist "wahrer" Antifaschismus auch ganz explizit gegen Rechtsextremismus und nicht gegen Linksextremismus gerichtet, was nicht bedeutet, dass ein Antifaschist auch Linksextremist oder sein oder Linksextreme tolerieren muss, wie wir bereits geklärt haben.
    Den oft zitierten Linksfaschismus gibt es übrigens nicht. Das ist nichts weiter als ein Kampfbegriff von rechter Seite, der wissenschaftlich keinerlei Relevanz besitzt und nicht fundiert ist. Er dient lediglich der Diskreditierung linker Politik oder Staaten.


    Welche "Definition" von Faschismus soll denn das sein? Wir nehmen einfach jedes böse Wort und sagen, dass es die Definition von Faschismus ist?
    Wie immer wird hier mit Halbwahrheiten und Bergriffen um sich geworfen, die überhaupt nicht verstanden werden und außerdem auch noch eine ganz andere Bedeutung haben.
    Schon bei Wikipedia, wird deutlich, dass Begriffe wie "Faschismus", "Linksfaschismus" und "Antifaschismus" permanent umstritten sind. Sprachwissenschaftlern und Historikern gelingt es nicht eine allumfassende Definition abzuliefern, aber hier ist es ganz einfach.
    Als Denkanstoss folgender Artikel:
    http://www.bpb.de/politik/extremismus/l ... smus?p=all

    Gegengift hat nach meinem Faschismusbegriff und dem daraus reultierenden Antfaschismus absolut recht, aber wenigstens weiss ich, dass es lediglich meine Definition ist.
    Und wenn er von "Wahren Antifaschismus" spricht, ist das natürlich ebenso anmassend wie ufftattas Definition, soll aber vermutlich dazu dienen,
    den von der "Antifa" missbrauchten Begriff zu rehabilitieren.
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    DOW
     
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7. Jul 2015, 17:40


  • DOW hat geschrieben:
    Welche "Definition" von Faschismus soll denn das sein? Wir nehmen einfach jedes böse Wort und sagen, dass es die Definition von Faschismus ist?
    Wie immer wird hier mit Halbwahrheiten und Bergriffen um sich geworfen, die überhaupt nicht verstanden werden


    Es freut mich schonmal, dass du Begriffe wie "antiegalitär" und rassistisch" als negativ identifizierst. Viele Leute würden ihre politische Einstellung mit diesen Worten umreißen. Soll heißen: für diese Definition des Faschismus wurden nicht einfach passende Begriffe versammelt, sondern jene, die die Ideologie des Faschismus verorten und beschreiben. Der Faschismus war eine rassistische, anti-marxistische, antiegalitäre, fremdenfeindliche Bewegung in Italien und wurde damit zum Vorbild für den Nationalsozialismus in Deutschland unter Hitler. Soweit sind wir uns doch hoffentlich einig. Deshalb wird der Begriff heute nicht zu Unrecht synonym für den Nationalsozialismus verwendet. Der moderne Rechtsextremismus wiederum beruft sich auf den Nationalsozialismus und teilweise sogar direkt auf den italienischen Mussolini-Faschismus. Dabei lässt er sich mit denselben Worte beschreiben. Deshalb wird unter dem Begriff des Faschismus heute all das subsumiert, was ein totalitäres Weltbild im Sinne dieser beiden Ideologien aufweist. Linker Extremismus und Gewalt in dessen Namen mag für dich auch totalitär und abzulehnen sein. Dagegen ist nichts zu sagen. Aber er teilt nicht die Eigenschaften faschistischer Ideologie, und kann deshalb auch nicht als faschistisch oder linksfaschistisch bezeichnet werden.
    Demzufolge gibt es auch keinen Linksfaschismus, und steht als Begriff auch in der Sprachwissenschaft garnicht zur Debatte. Der Begriff stammt von rechten Spinnern, die ihre Gegner auf linker Seite damit diskrediitieren wollen. Linksextreme Ideologie ist nicht faschistisch. Das heißt ja auch nicht, dass man sie deshalb für weniger schlimmt erachten muss als den Faschismus. Wenn man ein Pendant braucht, um auszudrücken, dass man Linksextremismus genauso schlimmt findet wie den Faschismus, dann sollte man nicht einfach nur ein "Links" davor machen. schließlich bin ich auch kein Antiliberaler, weil ich den Neoliberalismus ablehne.
    Nicht ich gehe hier also unsachgemäß und ungenau mit Begrifflichkeiten um, sondern derjenige, der Linksextremismus als faschistisch bezeichnet. DAS ist eine undifferenzierte und gleichmacherische Vermengung von Begriffen.
    ufftatta
     
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7. Jul 2015, 20:30


  • Guter Beitrag, aber meiner Meinung nach wird Faschismus heute anders verwendet. Wenn eine Bewegung der Meinung ist, ihre Meinung waere die einzig Richtige und andere Meinungen agressiv angeht. Das ist historisch nicht die richtige Verwendung (bis auf Rassistisch bzw. Fremdenfeindlich wuerde ich Deine Definition durchaus als die der Historiker akzeptieren) aber sprachwissenschaftlich wird es so von vielen verwendet. Von der sogenannten Antifa wird nahezu alles "Buergerliches" als faschistich bekaempft. Die haben ihren ganz eigenen Faschismusbegriff.
    Das sind jetzt schon drei verschiedene Rangehensweisen an das gleiche Wort und keine ist wirklich falsch da sie von vielen genau so verwendet wird und Sprache und Woerter ihre Bedeutung veraendern koennen.
    Sprachwissenschaftlich ist Linksfaschismus dann naemlich sehr wohl moeglich (eben das was die Antifa macht), auch wenn es Historisch eher falsch ist, wie Du durchaus richtig ausgefuehrt hast (streng genommen gibt es auch historischen Linksfaschismus laut Wiki, naemlich die Gruppe um Roehm)
    Schoen auch https://de.m.wikipedia.org/wiki/Faschismustheorie
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    DOW
     
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22. Jul 2015, 13:19


  • Ich glaube ganz fest daran, dass wir die neuen Onkelz noch nicht wirklich gesehen haben.
    2014 das war die Wiederauferstehung im alten Gewand, ein Zeichen.
    2015 wurde das ganze bestätigt und in Stein gemeißelt, man ist jetzt schon einen Schritt weg von den Onkelz.
    Noch einen Schritt weg kommt man erst mit dem nächsten Album, der nächsten Tour.

    Ich erwarte völlig neue, demütige Onkelz, die gereift sind.
    Ich glaube nicht, dass sie sich weiterhin auf die Presse stürzen werden und ich glaube auch nicht, dass dieses "wir gegen alle" weiterhin so unterstrichen wird. Aussagen von 2014 "An alle die jetzt die Krise kriegen, weil wir ...... wir bleiben..." gab es schon 2015 nicht mehr. Klare Ansage gegen die anwesenden Rassisten die die Bierjungs abscheulich behandelt haben, demütige Ansagen und ein heiratender Kevin. Von einem Weidner erwarte ich eine Kursänderung auf "wir mit allen". Moses Pelhams Auftritt war ein erster Schritt in diese Richtung. Wer hätte jemals einen Gastsänger der Hiphop-Branche auf einer Onkelz-Bühne für möglich gehalten?

    Wir haben es nicht länger nötig gegen alles und jeden zu schießen der uns nicht mag. Ich glaube dass die Finger weiterhin in die Wunden gelegt wird. Pegida, Flüchtlingsproblematik, NSA, Reunion, Freundschaft bieten da genügend Themen. Mit den neuen Onkelz scheint alles möglich. Ja sogar Festivals mit anderen Bands, etc. Wer weiß was uns da so erwartet.
    B.O.S.C.Gonzo28
     
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23. Jul 2015, 01:26


  • B.O.S.C.Gonzo28 hat geschrieben:Ich glaube ganz fest daran, dass wir die neuen Onkelz noch nicht wirklich gesehen haben.
    2014 das war die Wiederauferstehung im alten Gewand, ein Zeichen.
    2015 wurde das ganze bestätigt und in Stein gemeißelt, man ist jetzt schon einen Schritt weg von den Onkelz.
    Noch einen Schritt weg kommt man erst mit dem nächsten Album, der nächsten Tour.

    Ich erwarte völlig neue, demütige Onkelz, die gereift sind.
    Ich glaube nicht, dass sie sich weiterhin auf die Presse stürzen werden und ich glaube auch nicht, dass dieses "wir gegen alle" weiterhin so unterstrichen wird. Aussagen von 2014 "An alle die jetzt die Krise kriegen, weil wir ...... wir bleiben..." gab es schon 2015 nicht mehr. Klare Ansage gegen die anwesenden Rassisten die die Bierjungs abscheulich behandelt haben, demütige Ansagen und ein heiratender Kevin. Von einem Weidner erwarte ich eine Kursänderung auf "wir mit allen". Moses Pelhams Auftritt war ein erster Schritt in diese Richtung. Wer hätte jemals einen Gastsänger der Hiphop-Branche auf einer Onkelz-Bühne für möglich gehalten?

    Wir haben es nicht länger nötig gegen alles und jeden zu schießen der uns nicht mag. Ich glaube dass die Finger weiterhin in die Wunden gelegt wird. Pegida, Flüchtlingsproblematik, NSA, Reunion, Freundschaft bieten da genügend Themen. Mit den neuen Onkelz scheint alles möglich. Ja sogar Festivals mit anderen Bands, etc. Wer weiß was uns da so erwartet.


    Dein Wort in Stephans (und Kevins und Gonzos und Pes) Ohr!

    Ich würd' mir das alles sehr wünschen...
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23. Jul 2015, 14:30


  • Unterschreibe ich auch so!
    "Seine alten nun erlöst
    Er endlich frei
    Religion heißt jeden seins
    Der Junge mit dem Schwefelholz
    erst vergessen nun befreit"

    "Es ist innlos mit sich selbst zu spaßen
    wenn dein leben vor den Abgrund steht"
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23. Jul 2015, 19:00


  • ich nicht.. kommt mir einmal zuviel demütig drinn vor.
    ~REGENBOGEN~

    "Der Friede stellt sich niemals überraschend ein. Er fällt nicht vom Himmel wie der Regen.
    Er kommt zu denen, die ihn vorbereiten.
    "
    Kascha
     
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23. Jul 2015, 21:02


  • Kann ich auch eher wenig mit anfangen. Manche wollen die Onkelz wohl als welche haben, die überall lieb und nett auftreten, nirgendwo anecken und überall anerkannt sind.
    Gegengift
     
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24. Jul 2015, 09:13


  • Gegengift hat geschrieben: Manche wollen die Onkelz wohl als welche haben, die überall lieb und nett auftreten, nirgendwo anecken und überall anerkannt sind.


    Ja.
    "Seine alten nun erlöst
    Er endlich frei
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24. Jul 2015, 09:52


  • wo man es für notwendig und zielführend hält, da sollte man auch stets sein maul aufmachen. anecken nur um des aneckens willen aber zeugt eher von pubertärer einfalt. kann ich gut drauf verzichten...
    JMK
     
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26. Jul 2015, 12:41


  • Gegengift hat geschrieben:Kann ich auch eher wenig mit anfangen. Manche wollen die Onkelz wohl als welche haben, die überall lieb und nett auftreten, nirgendwo anecken und überall anerkannt sind.


    Hm, warum nicht lieb und nett auftreten? Was spräche dagegen? Muss man künstlich böse sein, auch ohne Grund?
    Den Finger in die Wunde legen ist doch nach wie vor gewünscht und völlig in Ordnung. Aber man muss nicht mehr beleidigt gegen Presse und co. antreten. Man kann die Herren Journalisten auch einfach ignorieren oder aufs Korn nehmen. Fäkaliensprache und Stammtischjargon sind schön und gut, brauchen aber kein Mensch mit einem gewissen Reifegrad. Wenn man sich das Niveau einiger Fans ansieht, verstehe ich, dass es auch dafür Stimmen gibt und das ist auch völlig in Ordnung so.

    Hier muss sich doch keiner mehr damit brüsten es ohne Presse geschafft zu haben. Man braucht auch nicht dauernd betonen ehrlich(er) als andere zu sein. Man ist es einfach. Ich wäre sehr enttäuscht, wenn die Onkelz des Namens wegen weiter in die alte Kerbe hauen. Gonzo in allen Ehren, aber seine Lyrics haben für genügend Fremdschämen gesorgt, das brauche ich nicht unterm Onkelz-Label. Vorstellen kann ich mir das beim besten Willen auch nicht. Und wenn es doch so ist, endet halt für den ein- oder anderen das Fansein an dieser Stelle, bzw. gefallen halt die neuen Songs nicht. Davon geht die Welt nicht unter und deshalb muss man auch nicht sein Merch verbrennen.

    Wer fast 400k Menschen in nur 9 Tagen an einen Ort bekommt, der wird auch nicht von der Masse gehasst. Die Paar Presse-Heinis kann man dann getrost verzichten. Die Onkelz laufen im spanischen Radio und inzwischen sind viele Presseberichte neutral bis positiv. Irgendwo sollte man sich da auch der Vorbildfunktion bewusst werden. Wenn man der nicht gerade hellsten Anhängerschaft beibringt gegen alle und jeden lauthals zu schießen, die einen denunzieren, dann ist das sicher nicht der klügste Weg. Der Krieg ist lange vorbei, die Onkelz haben gewonnen.

    Das wir hier nach wie vor von einer Rockband reden die auch mal zu härteren Wörtern oder sexistischen Phrasen greift, steht doch außer Frage. Das der neue BOSC einen sozialen Touch bekommt ist doch genau der richtige Weg. Wer fast eine halbe Millionen Menschen mobilisieren kann und das nicht nutzt um etwas Gutes zu tun, dem ist nicht mehr zu helfen. Nur ums Geld kann und wird es doch bei der Menge an Fans nicht mehr gehen.

    Was soll denn noch kommen? KAFMTV2? Im Ernst?

    Bevor es ein zweites KAFMTV gibt, sehe ich eher 5000 Onkelzfans, die eine alte Schule zu einem Flüchtlingsheim umbauen oder friedlich für etwas Großartiges demonstrieren.
    B.O.S.C.Gonzo28
     
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